Wenn der Gegner pöbelt, dann ist Vitali Klitschko (40) zufrieden. Der K.o.-König weiß dann, dass für die PR gesorgt ist und er am Ende der Geschichte wieder mal einem Herausforderer das Maul stopfen wird.
Große Klappe = große Abreibung. Das ist Klitschkos Gleichung – auch vor seinem 46. Profikampf am Sonnabend in München. Gegner Dereck Chisora (27) schlägt bereits zu. Verbal. „Früher war Vitali ein guter Boxer. Er ist aber nicht mehr der, der er mal war“, tönt der Brite, der zuletzt umstritten gegen Robert Helenius verloren hatte. „Seine alten Beine werden das nicht mitmachen. Ich rieche seine Angst, etwas Großes zu verlieren. In der achten Runde geht Vitali k.o. Es wird sein Ende sein.“
Klitschko kontert genüsslich: „Es wäre gut, wenn Dereck überhaupt bis zur achten Runde stehen bleibt.“ Der WBC-Weltmeister hat seinen 43. K.o.-Sieg im Visier. Dr. Klitschko will mit seiner Eisenfaust Chisoras offensichtlich falsch justiertes Riechorgan richten und verspricht: „Der Kampf wird einmalig.“ Hoffentlich. Denn dazu gehören immer zwei. Maulhelden hatte Klitschko zur Genüge vor den Fäusten.