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Niermann gibt Doping zu: Doping: Fuentes-Prozess eröffnet

Nun geht's dem Dr. Doping an den Kragen! Fast sieben Jahre nach der Aufdeckung des größten Dopingskandals im spanischen Sport ist der Prozess gegen den Mediziner Eufemiano Fuentes und vier weitere Angeklagte eröffnet worden.

In dem Verfahren vor einem Madrider Gericht waren keine Radsportler unter den Angeklagten. Zu Prozessbeginn wurden am Montag Verfahrensfragen unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt. Dennoch war der Medienrummel in der spanischen Hauptstadt immens: Fuentes präsentierte sich vor Beginn den 15 Kamerateams und fast 200 akkreditierten Journalisten aus aller Welt locker lächelnd, gab sogar Interviews, aber nur in seiner Muttersprache: „In Spanien wird Spanisch gesprochen“, meinte Fuentes, der mit dunkelblauem Mantel, Schal und weißblauem Schlips vor der Justiz erschien.

Die Medien konnten das Geschehen per Bild und Ton aus einem Nebenraum verfolgen. Die mit Spannung erwartete Aussage Fuentes wurde allerdings auf Dienstag 09.30 Uhr verschoben. Die Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen bis zu zwei Jahren und ein ähnlich langes Berufsverbot. Fraglich scheint, ob die zunächst bis 22. März terminierte Verhandlung zum spektakulärsten Dopingprozess der Sportgeschichte wird, oder ob siebeneinhalb Jahre nach der „Operacion Puerto“ mit der Sicherstellung von Blut- und Plasmabeuteln sowie einer Vielzahl Dopingmitteln am Ende nur wenig belastende Aussagen auf den Tisch kommen.

Fuentes wird sich bedeckt halten

Eumanio Fuentes beim Gang in das Madrider Gericht.
Eumanio Fuentes beim Gang in das Madrider Gericht.
Foto: dpa

Fuentes hatte nach einigen Morddrohungen in den letzten Jahren bereits angekündigt, dass er sich zurückhalten will. Betroffen von der Affäre um den Arzt sind neben dem früheren deutschen Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich 57 weitere in den Akten aufgeführte Radsportler sowie Fußballer, Tennisprofis, Leichtathleten und Schwimmer. Fuentes soll rund 200 Kunden unter Spitzensportlern gehabt haben. „Es wird nicht viel herauskommen, das lässt schon die bisherige Aufarbeitung erahnen, die mehr Fragen aufgeworfen statt Antworten gegeben hat“, sagte der ehemalige Radprofi und geständige Dopingsünder Jörg Jaksche, der am 11. Februar als Zeuge in Madrid aussagen soll.

Mehrere Profis sind in dem Prozess als Zeugen geladen, darunter der zweimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador und Ivan Basso. Bei dem im Mai 2006 aufgedeckten Skandal standen mehr als 50 Radprofis unter Dopingverdacht, auch Stars wie Jan Ullrich und Tyler Hamilton.

Niermann gibt Doping zu

Während in Madrid die Sportwelt gespannt auf die Aussagen von Fuentes und Co. wartet, äußerte sich Radsportler Grischa Niermann und gestand den EPO-Missbrauch in den Jahren 2000 bis 2003. „Alle weiteren relevanten Informationen werde ich den Anti-Doping-Autoritäten und Kommissionen mitteilen“, wird Niermann in einer Pressemitteilung zitiert. Der 37-Jährige fuhr zwischen 2000 und 2012 für den niederländischen Radrennstall Rabobank und nahm neunmal an der Tour de France teil.

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