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Neuer Strecken-Rekord!: Hamburg-Marathon: Dawit wird zum Goliath

Der Äthiopier Shami Dawit gewinnt den Hamburg-Marathon 2012.
Der Äthiopier Shami Dawit gewinnt den Hamburg-Marathon 2012.
 Foto: WITTERS

Die Helden des Asphalts haben den 27. Hamburg-Marathon am Sonntag zum Rekord-Festival vor rund 800.000 Zuschauern gemacht. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen gab es auf den schönsten 42,195 Kilometern Deutschlands trotz des tückischen Windes neue Bestzeiten, mit denen Hamburg wieder Anschluss an die internationalen Top-Marathons herstellt.

Insgesamt gingen am frühen Morgen 10.724 Marathonis sowie 1.073 Staffelstartläufer (insgesamt 4.292) über die Startlinie. Knapp 10.400 Marathonläufer sowie 1.067 kamen erfolgreich im Ziel an.

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Er konnte gar nicht genug bekommen. Nach seinem furiosen Schlusssprint über den roten Teppich kniete sich Shami Dawit im Ziel auf die Glacischaussee, küsste die Straße, sprang auf, spurtete über die Ziellinie zurück auf die Strecke, raste mit breitem Grinsen rund 80 Meter in umgekehrter Richtung erneut an den jubelnden Zuschauern vorbei, machte kehrt und rannte mit Vollgas ein zweites Mal ins Ziel.


Von Erschöpfung keine Spur, dafür Glück pur. In fantastischen 2:05:58 Stunden hatte Dawit nicht nur den sechs Jahre alten Streckenrekord des Spaniers Julio Rey (2:06:52 Stunden) pulverisiert, sondern sich neben den 12000 Euro Siegprämie auf den letzten Metern auch noch 50.000 Euro Bonus für das Knacken der 2:06-Schallmauer gesichert.


„Fantastisch! Ich habe es genossen. Die tollen Zuschauer haben mir viel Energie gegeben“, strahlte der 27-jährige Dawit, der in Hamburg mit einem rasanten Sololauf ab Kilometer 32 zum Goliath avancierte. Der erste Anruf galt der Familie in Äthiopien, deren Lebensunterhalt Dank des Geldregens in den nächsten Jahren gesichert ist.


Für den zweiten Jubelsturm des Tages sorgte Rael Kiyara (27/Kenia), die in 2:23:47 ebenfalls Streckenrekord lief, die alte Bestmarke der Russin Irina Timofejeva aus dem Jahr 2008 (2:24:14) knackte und sich zu den 12.000 Euro Sieg- 25.000 Euro Rekordprämie sicherte.


„Wahnsinn!“, freute sich Marathon-Chef Frank Thaleiser über die beiden Rekorde, die diesmal nur ein Jahr Bestand haben sollen, bis zum 21. April 2013. Dann steigt der 28. Hamburg-Marathon.

Hamburger Meister wurde Jan Oliver Hämmerling mit einer Bestzeit von 2:27:58 Stunden. Bei den Hamburger Frauen gewann Manuela Sporleder.

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