Kollaps bei -21 Grad

Ein Toter und Verletzte bei Skilanglauf

Beim traditionsreichen König-Ludwig-Skilanglauf kam es zu einer Tragödie.
Beim traditionsreichen König-Ludwig-Skilanglauf kam es zu einer Tragödie.
Foto: dpa (Symbolbild)

Ein Toter und zahlreiche Verletzte haben den traditionellen König-Ludwig-Skilanglauf in Oberammergau überschattet.

Bei Temperaturen von bis zu minus 21 Grad kam am Sonntag nach Informationen des Münchner Merkur ein 74-jähriger Schwede ums Leben. Nach Angaben des Veranstalters litt der Mann, der nach 500 Metern des 50-Kilometer-Laufes zusammenbrach, an Herzproblemen.

Bereits am Samstag mussten knapp 40 Läufer bei dem wohl bekanntesten Volkslauf in Deutschland medizinisch versorgt werden. Drei Personen waren auf der Strecke bewusstlos zusammengebrochen, eine von ihnen kam mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik.

„Das Ganze war von den Temperaturen her in einem absolut grenzwertigen Bereich“, sagte der leitende Notarzt Dr. Michael Adamski. Mehrere Läufer wurden in einem Sanitätszelt medizinisch versorgt, in einer Sporthalle wurde zudem ein Notlager mit Matratzen eingerichtet.

Den Sieg holte sich nach 50 Kilometern der Tscheche Stanislav Rezac, der im Zielsprint den Schweden Jerry Ahrlin und Jörgen Aukland (Norwegen) auf die Plätze verwies. Bei den Frauen gewann die Schwedin Susanne Nyströem vor ihrer Teamkollegin Jenny Hansson und Seraina Boner aus der Schweiz.

Insgesamt hatten über 4000 Sportler für die verschiedenen Wettbewerbe gemeldet.

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Datum:  5.2.2012
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