Großmaul macht auf dicke Hose

„Klitschko mag Doktor sein – ich bin die Pest“

Von LIDWINA JANSEN
Kesse Socken und große Sprüche halfen Dereck Chisora schon vor seiner EM-Niederlage in Helsinki gegen Robert Helenius nicht.
Kesse Socken und große Sprüche halfen Dereck Chisora schon vor seiner EM-Niederlage in Helsinki gegen Robert Helenius nicht.
Foto: dpa

Vor dem Kampf reißen die Gegner der Klitschkos das Maul immer ganz schön weit auf. Danach sind sie dann aber meist recht kleinlaut. Das hält Dereck Chisora, Gegner von Vitali Klitschko am Samstag in München (23 Uhr/RTL live), aber nicht davon ab, einen auf dicke Hose zu machen.

Während der WBC-Weltmeister sich vor der Titelverteidigung gern in seiner Funktion als mahnender Politiker über den Zustand in seiner Heimat Ukraine äußert („Es gibt nicht wenige, die fürchten, dass es zu einem blutigen Aufstand kommen könnte“), lästert sein Herausforderer über den akademischen Grad von „Dr. Eisenfaust“: „Klitschko mag ein Doktor sein, aber ich bin die Schwarze Pest, für die es keine Heilung gibt.“

Chisora ganz friedlich mit Dr. Vitali Klitschko in München.
Chisora ganz friedlich mit Dr. Vitali Klitschko in München.
Foto: Getty

Das Image des bösen Buben pflegt Chisora, vor 28 Jahren als Sohn eines Multimillionärs in Zimbabwe geboren, mit Hingabe. Als er 15 war, trennten sich die Eltern. Der Teenager zog mit seiner Mutter in einen der besseren Londoner Vororte.

Er selbst fand es in der Welt des Verbrechens aber spannender: Festnahme wegen illegalen Waffenbesitzes! Ein Bewährungshelfer, der ihn zum Boxen brachte, sorgte für die erneute Wende in seinem Leben.

2010 wurde Chisora dann doch noch zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er seine damalige Freundin Yalda Kontratchy verprügelt hatte.

Seinem Gegner Paul Butlin hatte er ein Jahr zuvor in Mike-Tyson-Manier ins Ohr gebissen. Einen anderen, Carl Baker, küsste er dafür bei einer Pressekonferenz auf den Mund – was dann natürlich fast in eine Schlägerei ausgeartet wäre...

Auch interessant
Weitere Meldungen Sportmix
Jenny Mensing posiert stolz mit ihrer Goldmedaille.

Riesen-Erfolg für Deutschland: Rückenschwimmerin Jenny Mensing hat bei der EM in Ungarn die Goldmedaille gewonnen. Nach Silber über 200 Meter holte sich die Wiesbadenerin den Titel über 100 Meter.   mehr...

Britta Steffen zeigt ihre Silbermedaille.

Große Geste nach EM-Silber: Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen hat ihre Medaille über 100 m Freistil bei den Schwimm-Europameisterschaften dem deutschen Hallensprecher in Debrecen geschenkt.  mehr...

Kraulen am Beckenrand: Britta Steffen und Paul Biedermann sind das Wasser-Traumpaar.

Seit Anfang 2010 sind sie ein Paar. Was sie zunächst verheimlichten, gehört nun bei jeder großen Schwimm-Veranstaltung zur Normalität. Britta Steffen (28) und Paul Biedermann (25) gleiten knutschend durchs Becken und zeigen ihre Liebe.  mehr...

Datum:  15.2.2012
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken