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Eiskunstlauf-EM: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy patzen beim Bolero - Silber

Aliona Savchenko und Robin Szolkowy holten EM-Silber.
Aliona Savchenko und Robin Szolkowy holten EM-Silber.
Foto: dpa

Am Ende hat es nicht gereicht. Die viermaligen Eiskunstlauf-Europameister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy mussten sich am Donnerstagabend mit Platz zwei in Zagreb zufriedengeben.

Obwohl das deutsche Paar eine tolle Kür zu Maurice Ravels "Bolero" aufs Eis legte, reichte es 'nur' für Silber. Der Titel ging an die Russen Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow, die ihren Titel mit 212,45 Punkten verteidigten. Die Sachsen kamen nur auf 205,24.

Bronze ging an Stefania Berton und Ondrej Hotarek aus Italien (187,45). Die Berliner Mari Vartmann und Aaron van Cleave (141,79) beendeten den Wettbewerb als Achte.

Ein Sturz hatte die Aufholjagd des deutschen Erfolgs-Paares gestoppt. Nach gutem Beginn stürzte Savchenko beim dreifachen Salchow, Szolkowy drehte ihn nur doppelt. Dennoch fuhren die Olympia-Dritten am Ende im Dom Sportova nicht unzufrieden vom Eis.

Die Chemnitzer waren mit dem zweiten Platz zufrieden.
Die Chemnitzer waren mit dem zweiten Platz zufrieden.
Foto: dpa

Trainer Ingo Steuer hatte an der Bande bei jedem einzelnen Element mitgezittert. „Das Ganze war etwas schwierig mit der späten Anreise, wir konnten nicht vorher in der Halle trainieren“, sagte der Ex-Weltmeister. „Eigentlich sind wir sehr nervenstark“, meinte Szolkowy, der sich in diesem Winter lange Zeit allein vorbereiten musste, weil seine 29 Jahre alte Partnerin mit einer Nasennebenhöhlenentzündung pausierte.

Den Sachsen fehlten viele Trainingseinheiten und Wettkämpfe. Den abgewandelten "Bolero" von Maurice Ravel, mit dem die Eistänzer Jayne Torvill/Christopher Dean 1984 zu Olympia-Gold schwebten, liefen Savchenko/Szolkowy erst das dritte Mal im Wettbewerb.

Mari Vartmann und Aaron van Cleave zeigten wie schon bei den nationalen Meisterschaften eine wacklige Performance.
Mari Vartmann und Aaron van Cleave zeigten wie schon bei den nationalen Meisterschaften eine wacklige Performance.
Foto: dpa

Zweites deutsches Paar Achte

Das zweite deutsche Paar Vartmann/van Cleave zeigte wie schon bei den nationalen Meisterschaften eine wacklige Performance, kaum ein Element gelang. Bei der WM im März in London/Ontario hat die Deutsche Eislauf-Union zwei Startplätze. Wenn Maylin Hausch/Daniel Wende (Oberstdorf) nicht wieder fit werden, werden die beiden das Ticket bekommen.

Pech für Peter Liebers

Zuvor hatte Peter Liebers wieder einmal Pech gehabt. Nach seinem enttäuschenden 16. Platz war der Berliner untröstlich. „Ich bin bei der Kombination in ein Loch gelaufen“, sagte der 23-Jährige. Weil er strauchelte, konnte er an den nur zweifach gedrehten Lutz keinen Sprung mehr anhängen. Der vierfache Toeloop wurde vom Preisgericht zudem nicht auf rückwärts gelandet gewertet. Zudem stützte er sich mit den Händen ab - das alles führte zum Punktabzug.

Danach war zwar der dreifache Axel vom Feinsten, aber ohne Kombination erhielt er nur 56,67 Zähler. „Verkriechen ist jetzt nicht das Richtige“, sagte der Sportsoldat, „ich werde in der Kür wieder volles Risiko gehen und angreifen“.

Um zwei deutsche Startplätze für die EM im kommenden Jahr in Budapest zu sichern, müsste er unter die Top Ten laufen.

Dagegen erwischte der Franzose Florent Amodio eine Sternstunde. Mit 89,82 Punkten ging er nach einer Gala-Vorstellung im Dom Sportova von Zagreb knapp vor dem Spanier Javier Fernandez (88,80) in Führung. Vor der Kür am Samstag ist Brian Joubert (83,93) aus Frankreich Dritter.

Pluschenko gibt auf

Olympiasieger Jewgeni Pluschenko stürzte beim dreifachen Axel, den er normalerweise beherrscht, war nur Sechster und gab dann auf. Wegen seiner großen Rückenbeschwerden will sich der siebenmalige Europameister, der mittlerweile zehn Operationen über sich ergehen lassen musste, die Kür nicht mehr zumuten.

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