Kess zeigt Regina Halmich ihre sichtbarste Neuerwerbung. „Meine Nase ist jetzt ein Jahr alt – die anderen Körperteile sind aber alle älter“, sagt die auch vier Jahre nach ihrem Rücktritt unerreichte Box-Queen lachend.
Wenn sie Fotos von sich sieht, dann ist sich die attraktive Blondine mit dem neuen Gesicht nicht „fremd, ich denke nur gleich in »vorher und nachher«.“
An den sechsstündigen Eingriff, den Dr. Jan Restel, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, in Düsseldorf vornahm, erinnert sich die 35-jährige Ex-Weltmeisterin nicht wirklich gern: „Bei mir war es ja keine Schönheitsoperation, sondern die vom Boxen deformierte Nase musste neu konstruiert werden.“
Zweimal war sie gebrochen vorher, „meinen Beruf konnte man mir an der Nase ansehen, der Knochen war abhanden gekommen. Ich musste unterschreiben, dass sie im Notfall zum Neuaufbau was aus der Rippe nehmen durften.“
War dann unnötig – und Regina ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Mir war wichtig, dass ich wieder richtig atmen kann und es keine Barbie-Nase wird. Das war aber auch das letzte Mal, dass ich mir die Nase hab’ brechen lassen.“ Zwei Ex-Kollegen rät sie allerdings, das doch noch machen zu lassen: „Sven Ottke und Markus Beyer würde ich die OP sehr empfehlen.“
Ansonsten ist Regina immer noch gut im Geschäft: Sie hat weiter Sponsorenverträge, sie hat für Klubs ein Fitnesstraining entwickelt, bildet Trainer aus, hält Motivationsseminare ab, ist als Box-Kommentatorin (SAT.1), Schauspielerin (zuletzt „Soko Stuttgart“) oder gern gesehener Gast auf VIP-Partys (wie am Montag bei der Kölner „Lambertz Monday Night“ im Alten Wartesaal) gefragt.
Gerade hat sie sich eine 70-qm-Wohnung in Berlin-Mitte gekauft – und wie steht’s mit der Familienplanung, mit Heirat, mit Kindern? Schließlich ist sie seit Jahren mit ihrem Freund Andreas Jourdan zusammen, einem Vollzugsbeamten der Karlsruher JVA.
„Ich glaub’ nicht, dass ein Trauschein die Liebe vergrößert“, sagt Regina, „und meine Uhr tickt auch noch nicht...“