Er träumt mit seinen 33 Jahren immer noch davon, wenigstens einmal in seinem Leben den Davis Cup zu gewinnen. Doch seit Samstag steht fest, dass es für Tommy Haas auch in diesem Jahr wieder nichts wird. An der Seite von Philipp Petzschner verlor er das Doppel gegen das argentinische Duo David Nalbandian/Eduardo Schwank 6:3, 6:4, 4:6, 3:6, 4:6 – damit steht es uneinholbar 0:3.
Nachdem der Pulheimer Petzschner und Florian Mayer (Bayreuth) am Freitag ihre Einzel verloren hatten, stand das erstmals zusammen spielende Doppel Petzschner/Haas vor 3500 Zuschauern in der „Frankenhölle“ unter großem Druck. Doch in den ersten beiden Sätzen boten sie eine gute Leistung, waren lange auf der Siegerstraße. „Doch ein bisschen was hat uns letztlich gefehlt“, stellte „Petzsche“ frustriert fest.
Die Gauchos holten nicht nur den 0:2-Satzrückstand auf, im fünften Durchgang gelang ihnen auch die Vorentscheidung, als sie Haas in dessen erstem Match nach viereinhalbjähriger Davis-Cup-Abstinenz den Aufschlag zur eigenen 3:2-Führung abnahmen. Ausgerechnet am 46. Geburtstag von Teamkapitän Patrik Kühnen wurde damit das Aus besiegelt – und Haas schlich mit hängendem Kopf vom Platz.
Die beiden noch ausstehenden Einzel am Sonntag haben nur noch statistischen Wert – möglich, dass deshalb Cedrik-Marcel Stebe zu seinem ersten Davis-Cup-Einsatz kommt.