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"Fight from the Heart": Klitschko verteidigt Titel

Volltreffer: Wladimir Klitschko (l.) landete reihenweise Wirkungstreffer  bei Mariusz Wach.
Volltreffer: Wladimir Klitschko (l.) landete reihenweise Wirkungstreffer bei Mariusz Wach.
Foto: Witters

„Fight from the Heart“, wie er im Buche steht. In einem spektakulären Kampf in der ausverkauften O2-World Hamburg besiegte Wladimir Klitschko seinen polnischen Gegner Mariusz Wach einstimmig nach Punkten. Ein Knockout blieb dem Ukrainer aber verwehrt.


Die Crew vom Rocky Musical, das nächsten Sonntag in Hamburg Premiere feiert, eröffnete den Abend. Silvester Stallone heizte die O2-World ordentlich ein. „Fight from the Heart“ lautete das Motto von Wladimir Klitschkos 62. Profi-Kampf. Doch ehe es dazu kommen konnte, flitzte ein Unverbesserlicher bei der Vorstellung der Boxer in den Ring, wurde vom Sicherheitsdienst rausgezerrt. Alles für den TV-Zuschauer unbemerkt. Die RTL-Kameras hielten nicht drauf.


Klitschko war’s egal. Überraschend forsch begann der Champion, setzte schon in der ersten Runde seine Rechte ein, dominierte Wach nach Belieben. Der Pole steckte gleich einiges weg, landete selbst ein paar Trefferchen. Mehr nicht. Wach versuchte es vermehrt mit unsauberen Mitteln, schlug im Clinch nach. Es half nichts. Klitschko wollte wohl Jugend-Idol Stallone, der am Ring saß, beeindrucken.


In Runde fünf plötzlich die Schrecksekunde: Klitschko fing sich eine Rechte von Wach – mit Schlagwirkung. Der Ukrainer in Bedrängnis, der Pole prügelte drauf ein. Der Gong rettete Klitschko, der danach die Reaktion eines Champions zeigte. Immer wieder krachte seine Rechte in Wachs Gesicht. „Dr. Steelhammer“ feuerte alles raus, was er im Repertoire hat. Doch der polnische „Wikinger“ fiel einfach nicht. Wladimir versus lebender Sandsack. Wach praktisch ohne Verteidigung in der achten Runde.

Andere Ringrichter hätten den Kampf vielleicht abgebrochen, andere Trainer das Handtuch geworfen. Wach hielt stand, überstand auch die nächsten Runde. Sein Stahlschädel verhinderte den Knockout aber nicht Klitschkos 59. Sieg und die Titelverteidigung.

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