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Zwei Gipfel Endspurt in der Sicherheitsdebatte

Liga-Präsident Reinhard Rauball traf sich am Montag...

Liga-Präsident Reinhard Rauball traf sich am Montag...

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dapd Lizenz

Hannover -

Wie entscheiden die 36 Bundesliga-Klubs in Sachen Stadionsicherheit? Am 12. Dezember wird bei der DFL-Versammlung in Frankfurt entschieden. Große Teile der Fans zeigen seit einer Woche mit ihrer Aktion „Ohne Stimme keine Stimmung“, was sie vom DFL-Positionspapier halten. Daher beginnt nun der Endspurt in Sachen Vertrauensbildung.

In Hannover trafen sich am Montag die Innenminister Ralf Jäger (51) und Uwe Schünemann (48) mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (62) und Liga-Präsident Reinhard Rauball (65). Am Ende war klar, dass Politik und Fußballverband nicht auf einer Linie liegen.

„Ich sage ganz offen: Wir hätten uns mehr vorstellen können“, sagte Jäger. Vor allem bei den von der Politik gewünschten Ganzkörperkontrollen liegen beide Parteien weiterhin auseinander. Jäger betonte auch: „Die wenigen Gewalttäter in den Stadien, die wollen wir raus haben.“
Parallel zum Gipfel im Ministerium veranstaltete die Deutsche Bahn in Frankfurt einen „Fußballfan-Gipfel“ mit rund 150 Vertretern der Fans, der Polizei, der Vereine und Verbände sowie der Politik.

Dabei beklagte die Bahn, dass es bei der An- und Abreise von Fußballfans immer häufiger zu Ausschreitungen und Zwischenfällen auf Bahnhöfen und in Zügen komme. Wie das Unternehmen mitteilte, gebe es erhebliche Beeinträchtigungen im Personenverkehr und ein erhöhtes Aufkommen von Sachbeschädigungen und Körperverletzungen.

Vor allem Hannover ist als Umsteigebahnhof immer wieder Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen rivalisierende Fangruppen. 37 Vorfälle zählte das Unternehmen dort von Januar bis Ende September. Als Konsequenz sollen künftig mehr Sonderzüge für Fußballfans angeboten werden. Ziel sei es, den Fanreiseverkehr vom Regelverkehr zu entflechten, damit das Aufeinandertreffen rivalisierender Fans verhindert wird.