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Testspiel in Kellinghusen: 1:0! St. Pauli gewinnt gegen Schlusslicht Fürth

Ilir Azemi und Markus Thorandt (St. Pauli)

Ilir Azemi und Markus Thorandt (St. Pauli)

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WITTERS

Der Einstand ist geglückt, auch wenn man dem gewiss nur begrenzt Bedeutung beimessen darf: Bei seinem ersten Spiel als Coach des FC St. Pauli durfte sich Michael Frontzeck gestern Abend über ein 1:0 (1:0) gegen Erstligist SpVgg Greuther Fürth freuen.

Vor gut 2000 Zuschauern in Kellinghusen wurde spätestens nach fünf Minuten klar, dass für beide Fehlstarter auch ein Testkick durchaus Bedeutung hat. Da war Fürths Coach Mike Büskens gerade explodiert und brüllte die nicht unangebrachte Frage „Ey, bist du blind?“ über den Platz. Schließlich hatte der Schiri seinem Team soeben einen glasklaren Handelfmeter (Schachten nach Kopfball von Nöthe) verwehrt.

Es sollte eine der raren engen Szenen im Hamburger Strafraum bleiben. Konzentriert und diszipliniert gingen die Hamburger zu Werke, ließen Fürth kaum Freiräume, setzten nach vorne Spitzen. Gogia prüfte Keeper Hesl (6.), ehe er eine Ecke auf den Kopf von Bruns platzierte und Schachten aus Nahdistanz zur Führung abstaubte (22.). Die einzige Ausgleichschance hatte Azemi nach Flanke von Prib (45.).

Nach dem Wechsel drückte der Erstligist zwar, die Chancen aber hatte St. Pauli: Bruns (65.) und Ginczek (68.) vergaben. 20 Minuten vor Schluss kam dann Gerald Asamoah ins Spiel. Und die reichten dem „Dicken“ dicke, um zu zeigen, dass sein Verhältnis zum Ex-Klub nachhaltig gestört ist. Zunächst holte er noch einen Freistoß raus, den Hefele aus 18 m gegen den Pfosten donnerte (84.). Dann foulte er Bruns und machte sich mit dem ihm so eigenen Grinsen über den ehemaligen Mitspieler lustig. Als er auch noch gegen Gogia und Saglik rustikal einstieg, wurde es Matze Hain zu bunt. „Was ist mit dir los?“, fragte St. Paulis Torwarttrainer von der Bank aus und erntete mit gestrecktem Zeigefinger untermauerte Drohungen des einstigen Kiezkickers.

Der stampfte sofort nach dem Abpfiff grußlos an den Ex-Kollegen vorbei gen Kabine, während Frontzeck bilanzierte: „Dafür, dass wir erst zwei Trainingseinheiten hatten, hat die Mannschaft das gut gemacht. Es gab einige gute Angriffe, wir haben gut verteidigt. Das war okay.“

St. Pauli: Pliquett – Kalla, Avevor, Thorandt, Schachten (46. Schindler) – Bruns, Daube (66. Andrijanic) – Gogia, Gyau – Ebbers (66. Ginczek), Bartels (46. Saglik)


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