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Sexuelle Belästigung Friedrich: Nach Facebook-Affäre „nervlich völlig am Ende“

Die Facebook-Affäre nahm Ariane Friedrich ordentlich mit.

Die Facebook-Affäre nahm Ariane Friedrich ordentlich mit.

Foto:

dpa Lizenz

Hamburg -

Hochspringerin Ariane Friedrich war nach der Facebook-Affäre um sexuelle Belästigung „nervlich völlig am Ende“ und hat sogar über einen Rücktritt nachgedacht.

„Ich hatte immer wieder Angst in der Zeit. Ich war fertig, bin immer weiter in den Keller gefahren. Am Ende hatte ich teilweise Angst, aus dem Haus zu gehen“, sagte die 29 Jahre alte Leichtathletin im Gespräch mit dem ZEIT-Magazin, „es kamen auch bei mir Gedanken auf nach dem Motto: Warum mache ich das überhaupt noch?“

Friedrich, mit 2009 übersprungenen 2,06 m deutsche Rekordhalterin, war im vergangenen Jahr via Facebook sexuell belästigt worden. Ein Mann hatte ihr eine obszöne Nachricht und ein Foto seines Geschlechtsteils geschickt.

Die Athletin von Eintracht Frankfurt wehrte sich und veröffentlichte die Identität des Mannes. Dafür war die Polizistin in dem sozialen Netzwerk heftig kritisiert worden.

„Ich habe solche Sachen jahrelang erdulden müssen, ohne dass ich mich gewehrt habe“, sagte Friedrich, „das war für mich ein persönlicher Befreiungsschlag, einfach mal auf den Tisch zu hauen, zu sagen: Bis hierher und nicht weiter. Ich habe mich in meiner Würde als Frau verletzt gefühlt.“

Die Anfeindungen bei Facebook haben sie „sprachlos“ gemacht, sagte die WM-Dritte von 2009, die zur gleichen Zeit auch mit den Folgen eines Achillessehnenrisses an ihrem Sprungfuß zu kämpfen hatte, „und dass nun so viele Menschen mir die Pest an den Hals wünschen, hat mich total umgehauen.“

Nach dem Vorfall hat sie sich bei Facebook zurückgezogen.


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