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Peinlich, peinlich: Frau findet HSV-Gehaltslisten im Jenischpark

Peter Knäbel schaut ungläubig drein (l.). Ihm wurde ein Rucksack mit allerhand wichtigen Papieren gestohlen, die nun im Jenischpark auf einer Wiese lagen.

Peter Knäbel schaut ungläubig drein (l.). Ihm wurde ein Rucksack mit allerhand wichtigen Papieren gestohlen, die nun im Jenischpark auf einer Wiese lagen.

Foto:

Witters/Patrick Sun

Wollten Sie auch schon immer mal wissen, was Ihr Lieblingskicker vom HSV monatlich so an Penunzen auf die hohe Kante legen kann? Was er an Auflauf- und Punktprämien noch oben drauf verdient? Ein Spaziergang im Jenischpark hätte die Erleuchtung bringen können. Denn dort fand eine Hamburger Altenpflegerin laut „Bild“ stapelweise wichtige HSV-Dokumente, verteilt auf einer grünen Wiese.

Wie die Zeitung berichtet, entdeckte die 38-Jährige Alexandra D. eine Liste mit Gehältern und Prämien der Profis (Stand Juni 2015), von Trainer Bruno Labbadia und Betreuern sowie Scouting-Reports, internen Schriftverkehr und detaillierte Absprachen mit Neuzugang Emir Spahic. Dazu private Unterlagen, Kreditkarten, einen Schweizer Führerschein und einen Schlüsselbund von HSV-Sportchef Peter Knäbel. Der erklärte der „Bild“ auf Nachfrage, dass ihm sein Rucksack gestohlen worden sei, was er mittlerweile auch zur Anzeige gebracht habe.

Weil Knäbel kürzlich umgezogen ist, sei die Finderin mit dem Versuch gescheitert, ihm ihren Fund persönlich auszuhändigen. Also habe sie sich an die Geschäftsstelle gewandt, wo ihre Geschichte allerdings trotz diverser Versuche auf taube Ohren gestoßen sein soll. „Man hat mir nicht geglaubt. Nach mehreren Anrufen sagte man mir, die Mitarbeiterin habe mit Herrn Knäbel gesprochen, er würde aber nichts vermissen“, wird Alexandra D. zitiert.

Zu dem Zeitpunkt, als die Mitarbeiterin ihn kontaktiert habe, sei er gerade auf einer Reise gewesen, erklärt Knäbel. „Unsere Mitarbeiterin hat mich gefragt, ob ich meinen Ausweis verloren hätte. Den hatte ich bei mir.“ Und den betreffenden Rucksack habe er erst ein paar Tage nach seinem Umzug gesucht: „Die Dokumente waren alle älteren Datums. Darum habe ich sie aktuell nicht gebraucht.“

Wie der Rucksack nach Othmarschen gelangt ist und warum die brisanten Papiere so wahllos verstreut wurden, wird sich wohl nur noch schwerlich aufklären lassen. In jedem Fall dürfte es das erste Mal gewesen sein, dass die sonst wie Staatsgeheimnisse gehüteten Gehaltslisten eines Profifußballvereins in einem Park verstreut wurden. Bei Alexandra D. hat sich der HSV laut „Bild“ inzwischen bedankt.





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