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Paris will Duvnjak: Verliert der HSV Handball seinen besten Spieler?

Beim HSV Handball zeigt der Kroate Domagoj Duvnjak in dieser Saison die konstantesten Leistungen. Doch wie lange wird er das noch tun?

Beim HSV Handball zeigt der Kroate Domagoj Duvnjak in dieser Saison die konstantesten Leistungen. Doch wie lange wird er das noch tun?

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Witters

Der 31:30-Sieg bei Großwallstadt hat dem HSV Handball etwas Luft im Kampf um die Champions-League-Plätze verschafft. 38 Tage hat die Mannschaft nun Pause, um in der zweiten Saisonhälfte wieder kräftig anzugreifen. In Sachen Kaderplanung geht es dagegen mit Vollgas weiter.


Denn es deuten sich Kracher-Abgänge an: Paris HB will nach Igor Vori (MOPO berichtete) nun auch Domagoj Duvnjak (Vertrag bis 2014) im Sommer verpflichten. „Das Interesse an Duvnjak ist mir bekannt“, bestätigt HSV-Präsident Matthias Rudolph auf MOPO-Nachfrage. „Wir wollen ihn gerne behalten und würden uns freuen, wenn er bleibt.“


Die Franzosen, die mit Hilfe von Qatar Sports Investment bereits im vergangenen Sommer einen finanziellen Großangriff auf dem Handballmarkt getätigt haben, wollen das Gehalt des 24-Jährigen verdoppeln. Eine Summe, die der HSV nicht zahlen kann und auch nicht will. Ähnlich wie vor eineinhalb Jahren, als die Hamburger beim Wettbieten mit Krzysztof Lijewski irgendwann ausstiegen, könnte es auch bei Duvnjak laufen. Wenn der Kroate in die französische Hauptstadt möchte, wären die Hamburger, wenn auch zähneknirschend, gesprächsbereit.


Noch liefen die Abwerbungsgespräche allerdings nur über Duvnjaks Berater. Ein konkretes Angebot an den HSV gab es noch nicht. Sollte eines eintreffen, wird der HSV eine Ablösesumme in Höhe von rund einer Million Euro aufrufen. „Das ist nicht unrealistisch für so einen Spieler“, sagt Rudolph, der einen möglichen Abgang als „dramatischen Verlust“ bezeichnet.


Ebenfalls auf dem Absprung ist Fredrik Petersen, der nach MOPO-Informationen in Berlin einen Drei-Jahres-Vertrag bekommen soll. Unterschrieben ist noch nichts, doch die Gespräche laufen. Eigentlich hatte der Schwede geplant in Hamburg zu bleiben, doch vom Verein kamen kaum Signale ihn unbedingt halten zu wollen. Zudem ist Fredi mit seiner geringen Spielzeit unzufrieden.


Als Ersatz soll Raúl Santos von Union Juri Leoben kommen. „Wir sind mit ihm in Kontakt“, bestätigt Rudolph. Ein weiteres Gedankenspiel: Mahé, der 2014 sicher zum HSV geht, wechselt früher. Der Mittelmann hat in Gummersbach bereits bewiesen, dass er auch als Linksaußen agieren kann.


Es bleibt viel zu tun. Fakt ist: Der HSV braucht in vielen Personalien schnell Klarheit. Das Gesicht der kommenden Saison hat schon deutlich an Profil gewonnen, doch noch gibt es einige Fragezeichen - nicht nur bei Petersen, Vori und Duvnjak.


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