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Nächste Heimpleite gegen Freiburg: 1:3! HSV wie ein Absteiger

Es tut nur noch weh: Ivo Ilicevic, immerhin HSV-Torschütze gegen Freiburg, liegt am Boden.

Es tut nur noch weh: Ivo Ilicevic, immerhin HSV-Torschütze gegen Freiburg, liegt am Boden.

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WITTERS

Thorsten Fink war sich seiner Sache sicher. „Wir werden gewinnen“, kündigte der Trainer des HSV vorm Kellerkick gegen Freiburg an – und lag kräftig daneben. Nach dem 1:3 (0:2) gegen die Breisgauer nimmt die Krise der Hamburger dramatische Züge an.

Um 16.59 Uhr setzte in der Imtech Arena die große Völkerwanderung ein. Gerade hatte Makiadi zum 0:3 getroffen, da strömten Tausende zu den Ausgängen und wollten nur noch weg. Aufbruchsstimmung im Volkspark – nur eben in die völlig falsche Richtung. Die Katastrophe in Form des Abstiegs rückt für den HSV immer näher. Machen die Profis so weiter, geht’s in der neuen Saison nach Sandhausen (steigt wohl in die 2. Liga auf) ...

Wer’s noch immer nicht kapiert hat, wurde nach Abpfiff von Fink ins Bild gesetzt. „Wir können das Wort Abstiegskampf jetzt in den Mund nehmen“, ließ der Trainer wissen. Nach einem Auftritt, bei dem der HSV alle Attribute offenbarte, die einen Abstiegskandidaten ausmachen: Mangelnde Cleverness, fehlende Ideen, totale Verunsicherung.

Na klar, es gab sie auch diesmal, die Wenns und Abers. Doch es waren wenige. Was, wenn Tolgay Arslan seine hundertprozentige Chance nach drei Minuten genutzt hätte? Wie wäre die Partie ausgegangen, hätte Mladen Petric aus vier (!) Metern zum 1:2 verkürzt (59.)? Antworten darauf wird es nicht geben. Da blieb nur Leere. Fassungslosigkeit. Und nackte Angst.

Nachdem Petric Flums Schuss zum 0:1 ins eigene Netz abfälschte (20.), zerfiel der HSV in sich, erholte sich nicht mehr von diesem Schock. Bruma und Diekmeier konnten Caligiuris 0:2 nicht verhindern (43.), dann erhöhte Makiadi (72.). Allein Ilicevic verkürzte (75.). Der Rest war geprägt durch stumpfes Anrennen, ohne erkennbaren Druck. Zu wenig. Wieder mal.

Die 52.414 Fans, so sie denn noch da waren, machten ihrem Ärger Luft, übergossen ihre Lieblinge mit Pfiffen. Welcher Profi aber würde sich nach der schon siebten Heimpleite dieser Saison darüber beschweren wollen?

Es läuten alle Alarmglocken. Und auch Dauer-Optimist Fink schlägt andere Töne an. „Wir müssen im Strafraum präsenter sein – vorn unsere Chancen nutzen, hinten die Zweikämpfe gewinnen“, so seine Analyse. „Wir haben es noch selbst in der Hand. Die Lage ist prekär, aber nicht aussichtslos.“

Fakt ist: Der HSV taumelt dem Abgrund entgegen, stürzt mehr und mehr ab. Ziehen die Profis nicht schleunigst den Fallschirm, endet die Saison mit der totalen Bruchlandung – dem Abstieg!