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Nach 2:6 in Dortmund: Der HSV feuert Trainer Thorsten Fink!

Fink hatte den Trainer-Posten beim HSV im Oktober 2011 übernommen.

Fink hatte den Trainer-Posten beim HSV im Oktober 2011 übernommen.

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dpa

Hamburg -

Was für ein Paukenschlag zum Auftakt der Nordderby-Woche! Nur zwei Tage nach dem desaströsen 2:6 in Dortmund trennte sich der HSV von Trainer Thorsten Fink – und zog damit die Konsequenzen aus dem missratenen Saisonstart.

Es ging dann doch schneller als erwartet. Noch am Vormittag hatte Sportchef Oliver Kreuzer Fink zwar heftig angezählt, ihm aber das Vertrauen für das Krisen-Derby am Sonnabend gegen Werder Bremen ausgesprochen – so schien es zumindest. „Thorsten weiß, dass das für uns alle ein enorm wichtiges Spiel ist“, so Kreuzer. Wenige Stunden später war Fink nicht mehr Trainer des HSV. Was für ein Tag.

Der Trainer bestätigte dem Radiosender NDR 90,3 die Trennung. „Ich bin stolz, hier gewesen zu sein die zwei Jahre. Ich habe einen tollen Verein trainiert“, sagte Fink. „Jetzt ist es noch früh genug, dass man die Ziele erreicht - auch noch mit einem anderen Trainer.“ Er wolle am heutigen Dienstag zurück in die Hansestadt reisen, um sich von der Mannschaft zu verabschieden.

Finks Beurlaubung in Hamburg. Sie hatte sich abgezeichnet, wenn auch nicht so zügig. Neben der sportlichen Talfahrt mit nur vier Zählern und Rang 15 nach fünf Spieltagen machte sich der Trainer auch aus anderen Gründen angreifbar. Zunächst drückte er gegen Kreuzers Willen den Verbleib der aussortierten Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic im Trainingsbetrieb der Profis durch.

Regelrecht übel nahm der Sportchef seinem Trainer allerdings dessen Trip zur Familie nach München – am Sonntag, noch während die Profis am Tage nach der Dortmund-Klatsche ausliefen. „Es war vielleicht etwas unglücklich von Thorsten, die Entscheidung zu treffen, zur Familie zu fliegen“, so Kreuzer. „Da hätte man die Planung vielleicht mal ändern müssen. Darüber werde ich auch mit ihm sprechen.“

Ein Gespräch, das noch am Abend mit der Beurlaubung des Trainers endete. Kam der Rauswurf Fink vielleicht sogar gelegen? Nach MOPO-Informationen soll er sich über seinen Berater Thomas Kroth schon Ende der vergangenen Saison bei Schalke 04 und zuletzt beim VfB Stuttgart als Trainer angeboten haben. Das darf getrost als Zeichen von Amtsmüdigkeit in Hamburg verstanden werden.

Fink ist weg. Und nun? Der kürzlich in Kaiserslautern entlassene Kreuzer-Spezi Franco Foda galt schon zuletzt als heißer Kandidat. Kontakt zu dem 47-Jährigen dementierte Kreuzer am Montagvormittag, da war Fink aber auch noch im Amt. Kreuzer sagte aber auch: „Man weiß ja nie, was morgen passiert, man kennt ja den Fußball.“ Foda ist im Rennen, genauso wie Markus Babbel (zuletzt Hoffenheim). Der in seiner Heimat ins Spiel gebrachte Rumäne Laurentiu Reghecampf (Steaua Bukarest) ist nach MOPO-Informationen jedoch kein Thema.

Der HSV vorm Derby gegen Werder – plötzlich steht der Klub ohne Trainer da. Heute Vormittag wollen sich die Bosse offiziell erklären. Der Club lud für 11.30 Uhr zu einer Pressekonferenz mit Sportdirektor Oliver Kreuzer ein.



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