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Lob von Bert van Marwijk HSV-Nationalspieler Marcell Jansen wird zum Anführer

Gesichter der Freude: Torschütze Marcell Jansen (l.) und Rafael van der Vaart.

Gesichter der Freude: Torschütze Marcell Jansen (l.) und Rafael van der Vaart.

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Mit dem Wechsel von Dennis Aogo in diesem Sommer nach Schalke ist Marcell Jansen der dienstälteste Profi beim HSV. Seit 2008 trägt er das Trikot mit der Raute. Abnutzungserscheinungen gibt es keine. Ganz im Gegenteil. Jansen wird immer mehr zum Anführer.

Bert van Marwijk ist bereits „Cellos“ neunter Trainer in Hamburg. Nicht selten lässt Jansen seinen Frust über die oft unbefriedigende und wackelige Situation beim HSV abseits des Platzes freien Lauf. Auf dem Rasen ist davon bei ihm allerdings nur ganz selten etwas zu sehen. Jansen hat Feuer. Er marschiert, ackert, kämpft. In Frankfurt bekam er für seinen Einsatz auch mal wieder den entsprechenden Ertrag. Nach schöner Einzelleistung markierte er kurz vor Schluss den Treffer zum 2:2. Ein Punktgewinn für den HSV. Und für Jansen mal wieder der Beleg, dass er in den zurückliegenden Jahren mehr und mehr zum Führungsspieler gereift ist.

Anführer Jansen. Von Bert van Marwijk gab nach dem Abpfiff ein Sonderlob. Als eine seiner „Säulen im Team“ bezeichnete der Holländer den Nationalspieler. Jansen selbst sprach nur kurz über seine so wichtige Torpremiere in dieser Saison. Mit Instinkt habe er es gemacht. „Schließlich habe ich ja mal offensiv gespielt. Ich stand gut und musste da zum Tor ziehen.“

Das war’s! Viel wichtiger als sein Treffer war dem 27-Jährigen, dass sein komplettes Team in Frankfurt Moral gezeigt hat. „Zwei Mal sind wir wieder zurückgekommen“, erklärte er und verteilte artig Blumen an den neuen Coach. „Dass wir am Ende noch einen Punkt mitgenommen haben, lag daran, dass wir sehr gut vom Trainer eingestellt wurden. Genau die Situationen, die wir trainiert haben, sind auch eingetroffen. Das hat jeder Spieler gemerkt, dadurch blieben wir letztlich auch ruhig.“
Und wie geht es nun beim HSV weiter? Jansen ist optimistisch, glaubt an den Aufschwung. „Vom neuen Trainer werden wir in den nächsten Wochen noch profitieren“, sagt der neue Anführer, der es eigentlich wissen müsste. So viel hat er in den zurückliegenden Jahren an der Elbe schon erlebt.

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