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MOPO.de | Top-Talent Sebastian Maier: HSV heiß auf St. Pauli-Juwel
10. March 2016
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Top-Talent Sebastian Maier: HSV heiß auf St. Pauli-Juwel

Sebastian Maier

Für Sebastian Maier stehen 85 Einsätze in der Zweiten Liga zu Buche. Jetzt will er aufsteigen.

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Imago

Vor einer Woche ging der FC St. Pauli in die Offensive und verkündete, dass Sebastian Maier eine vom Verein gesetzte Frist verstreichen ließ, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern. Damit, betonte Sportchef Thomas Meggle, sei das Angebot vom Tisch. Der 22-Jährige dürfte den Kiezklub also verlassen – aber nicht die Stadt!

Nach MOPO-Informationen ist der HSV stark daran interessiert, Maier ablösefrei unter Vertrag zu nehmen. Sportdirektor Peter Knäbel und Trainer Bruno Labbadia haben den Offensiv-Allrounder schon länger auf dem Schirm. Beide sind davon überzeugt, dass der Freistoß-Künstler so weit ist, den nächsten Karriere-Schritt zu gehen.

In der Zweiten Liga hat sich Maier etabliert, schon 85 Einsätze für den TSV 1860 München und St. Pauli stehen für ihn zu Buche. In der Hinrunde der laufenden Saison war er eine feste Größe beim Millerntor-Klub, von den ersten 19 Spielen verpasste das Toptalent nur eines wegen einer Verletzung, 15 Mal stand er in der Startelf von Coach Ewald Lienen.

Ende Januar, beim letzten Härtetest vor dem Wiederbeginn, zog sich Maier einen schweren Muskelfaserriss im Oberschenkel zu, musste sechs Spiele zuschauen. Doch die Leidenszeit hat nun ein Ende. Er stieg in dieser Woche wieder ins Teamtraining ein und wird am Freitag im Heimspiel gegen Paderborn in den Kader zurückkehren. Es wäre wohl der Beginn seiner Abschiedstournee.

Seit Anfang März wird der gebürtige Landshuter vom Hamburger Thies Bliemeister beraten, der unter anderem Rothose Michael Gregoritsch, Ex-HSV-Star Heung Min Son (Tottenham Hotspur) und Seeler-Enkel Levin Öztunali (Werder Bremen) betreut – und sein Telefon steht selten still.

„Es gibt eine Reihe von Vereinen aus der Bundesliga und der Spitze der Zweiten Liga, die Basti verpflichten wollen“, bestätigte Bliemeister auf MOPO-Nachfrage und betonte: „Ich bin total überzeugt, dass der Junge alles mitbringt, um in den nächsten Jahren ein richtig guter Bundesliga-Spieler zu werden. Er wird seinen Weg gehen.“

Der HSV hat im Werben um Maier gute Karten. Er fühlt sich zum einen sehr wohl in Hamburg, müsste bei einem Wechsel zum Stadtrivalen nicht umziehen, hätte lediglich einen neuen Weg zum Training. Fix ist der Deal aber noch nicht, auch Werder Bremen, der VfB Stuttgart, Hannover 96 und der SC Freiburg locken den früheren Junioren-Nationalspieler.

Berater Bliemeister blickt den Gesprächen mit den Interessenten ebenso gelassen wie gespannt entgegen: „Noch ist offen, wie es ausgeht. Fest steht nur, dass wir in den kommenden zwei Wochen eine Entscheidung treffen werden.“ Und der HSV liegt heiß im Rennen.