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6 Spiele für 1,2 Mio.: Drmic-Drama tut dem HSV richtig weh

Josip Drmic läuft auf Krücken

Auf Krücken muss der 23-Jährige die Praxis in Mönchengladbach verlassen. Kurz zuvor bekam der Angreifer die Diagnose mitgeteilt.

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Der HSV befindet sich im Schockzustand. Für Winterzugang Josip Drmic ist die Saison gelaufen. Der Schweizer Nationalspieler erhielt beim 0:1 in Leverkusen einen schweren Schlag aufs rechte Knie. Die Folge: Knorpelschaden, Operation, Saison-Aus! Sportlich und auch finanziell tut das dem HSV richtig weh.

Josip Drmic

Eine seiner letzten Aktionen im HSV-Trikot: In Leverkusen kann Josip Drmic (r.) im Zweikampf gegen Kyriakos Papadopoulos (l.) den Ball behaupten.

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Er galt als Königstransfer im Winter, sollte den lahmen HSV-Sturm zum Leben erwecken. Lange baggerte Sportchef Peter Knäbel an seinem Wunschstürmer, konnte ihn nach mehreren Anläufen endlich im Winter von Borussia Mönchengladbach loseisen.

Aus gemeinsamen Zeiten bei der Schweizer Nationalelf kannte Knäbel den 23-Jährigen noch bestens. Der Sportchef war euphorisch, sagte: „Wir sind fest davon überzeugt, dass Josip unserem Angriff zusätzliche Impulse geben kann, dass wir vielseitiger und damit auch unberechenbarer werden können. Er weiß, wo das Tor steht, er ist voller Tatendrang.“

Trotzdem war es ein Deal mit Fragezeichen. Nach seinem Durchbruch in Nürnberg erlebte Drmic einen Karriereknick, konnte sich weder bei Bayer Leverkusen noch in Mönchengladbach durchsetzen.

Peter Knäbel und Josip Drmic

Am 1. Februar unterzeichnete der Schweizer Nationalspieler seinen Leihvertrag im Beisein von Sportchef Peter Knäbel.

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In Hamburg sollte alles besser werden. Doch jetzt ist für ihn die Saison gelaufen. Sportlich und finanziell ein riesiges Desaster für den klammen HSV.

Drmic stand nur sechs Mal auf dem Platz, spielte lediglich 419 Minuten und erzielte dabei bloß einen Treffer.

Seine Leihgebühr betrug satte 1,2 Millionen Euro – ohne Kaufoption. Umgerechnet kostete der Offensiv-Akteur damit 200.000 Euro pro Spiel und 2.864 Euro pro Spielminute. Für den HSV wird er nie wieder auflaufen, bei den Fohlen besitzt Drmic noch einen Vertrag bis 2019.

Der Angreifer war von der Horror-Diagnose selbst geschockt, schrieb auf sei-ner Facebook-Seite: „Es ist ein trauriger Tag für mich. Es tut mir unendlich leid, weil ich mit dem HSV in der Rückrunde eine Menge vor hatte.

Jetzt werde ich den Jungs ganz fest die Daumen drücken und mitfiebern! Ihr könnt Euch denken, dass es mir gerade schwer fällt, optimistisch zu sein. Aber ich war immer ein Kämpfer und werde auch diesen Kampf annehmen, um möglichst bald wieder auf den Platz zurückzukehren.“

Josip Drmic jubelt

Sein einziges Tor im HSV-Dress war für Drmic eine Befreiung. Beim 1:1 gegen Ingolstadt gelang ihm der Treffer zum 1:0.

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Besonders hart für Drmic: Auch sein großer Traum von der EM in Frankreich ist geplatzt. Der Schweizer Verband bestätigte bereits das Aus für den 25-maligen Nationalspieler.

„Das ist ein herber Schlag und ein großer Verlust für das Nationalteam sowie den HSV“, sagte sein Nationalcoach Vladimir Petkovic. Sportchef Knäbel prognostizierte: „Im besten Fall wird Josip zum Start der Saison 2016/17 wieder mitwirken können.“

Trotzdem will der ehrgeizige Stürmer seinen EM-Traum zu diesem Zeitpunkt noch nicht komplett aufgeben. „Es gibt nicht nur eine Möglichkeit, wie man mein Knie behandeln kann“, sagte Drmic dem „Blick“: „Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.“


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