Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?

Ja Nein
Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.

HSV-Trainersuche: Kein Witz! Oliver Kreuzer kämpft um Lothar Matthäus

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus wartet noch auf sein erstes Engagement in der Bundesliga.

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus wartet noch auf sein erstes Engagement in der Bundesliga.

Foto:

Getty Images

Kaum zu glauben, aber wahr: Auf der Kandidatenliste für die Nachfolge des gefeuerten Thorsten Fink steht auch der Name Lothar Matthäus. Mehr noch: Nach Informationen der MOPO ist der deutsche Rekord-Nationalspieler sogar der Wunschkandidat von Sportchef Oliver Kreuzer. Fraglich ist allerdings, ob im Vorstand eine Mehrheit für den 52-Jährigen möglich ist.

Kreuzer und Matthäus sind eng befreundet, sie spielten von 1992 bis 1997 gemeinsam für den FC Bayern und trafen sich dann in der Saison 2006/07 bei Red Bull Salzburg wieder. Beim österreichischen Spitzenklub war Kreuzer als Sportdirektor beschäftigt, Matthäus als Assistent von Trainer Giovanni Trapattoni. Schon damals schwärmte Kreuzer von der Fachkompetenz des Weltmeisters von 1990.

Matthäus zum HSV? Das wäre ein Hammer! Der Hamburger Sportdirektor, der Thorsten Fink nach nur vier Punkten aus fünf Saisonspielen am Montagabend beurlaubte, kämpft intern dafür. Dass Kreuzer seinen früheren Weggefährten als Trainer-Granate einstuft, daraus machte er in einem Interview mit „Focus online“ im März 2013, zu diesem Zeitpunkt noch als Manager beim Karlsruher SC unter Vertrag, kein Geheimnis.

Damals sagte Kreuzer: „Ich bin mir sicher, dass du als Club-Boss keine Angst vor dem Trainer Matthäus haben musst. Sein Privatleben würde mich nicht abhalten, ihn einzustellen. Er sollte ausschließlich als Fußball-Fachmann und Mensch bewertet werden - denn da ist er große Klasse. Ich würde gerne wieder mit Lothar Matthäus zusammenarbeiten.“

Nun bietet sich Kreuzer die Gelegenheit, als Sportdirektor ist er beim HSV – zumindest auf dem Papier – der starke Mann. „Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn er in Deutschland endlich die Chance bekommen würde, sich als Trainer zu zeigen – auch wenn ich mit dieser Meinung vielleicht etwas einsam dastehe“, stellte Kreuzer einst fest.

Matthäus ist als Fußballer zwar ein Gigant gewesen, nach Beendigung der aktiven Karriere tauchte er durch die Außendarstellung seines Privatlebens – allen voran in Liebesdingen – jedoch eher in den Klatschspalten auf. Auch dazu gab der aktuelle HSV-Sportchef seinem Kumpel im Interview vor einem halben Jahr einen Tipp: „Ich habe ihm schon oft gesagt: Lothar, auf Jugendveranstaltungen wie den MTV Awards hast du nichts verloren! Komm runter von den Roten Teppichen. Geh‘ rein ins Stadion und schau‘ dir die Spiele an.“

In dieser Saison ist Matthäus, der als Trainer bei Rapid Wien, Partizan Belgrad, CA Paranaense (Brasilien), Maccabi Netanya (Israel) sowie der ungarischen und der bulgarischen Nationalmannschaft beschäftigt war, als Bundesliga-Experte beim Bezahlsender „Sky“ angestellt.