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HSV-Handball-Boss: Martin Schwalb (48): „Es ist ein Horror“

Auch das noch! In den wichtigen Trainingstagen vor dem Kracher gegen die Löwen fehlen Martin Schwalb sieben Nationalspieler.

Auch das noch! In den wichtigen Trainingstagen vor dem Kracher gegen die Löwen fehlen Martin Schwalb sieben Nationalspieler.

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WITTERS

Beim HSV schrillen alle Alarmglocken. Nach dem sportlichen Offenbarungseid in Magdeburg sind die Hamburger im Heimspiel-Hit gegen die Rhein-Neckar Löwen am kommenden Dienstag zum Siegen verdammt. Die Vorzeichen sind alles andere als gut.

MOPO: Sieben Leistungsträger des HSV sind derzeit mit ihren Nationalteams unterwegs. Wie wollen Sie Ihr strauchelndes Team überhaupt vernünftig auf dieses Schlüsselspiel vorbereiten?
Martin Schwalb: Gute Frage ... (stöhnt) Es ist ein Horror – gerade jetzt in unserer Situation und dieser Konstellation. Unsere drei Kroaten und Marcin Lijewski spielen noch am Sonntagabend mit ihren Nationalmannschaften um die Olympia-Qualifikation. Die kommen erst einen Tag vor dem Löwen-Spiel zurück! Neue Spielzüge und taktische Varianten im Training einzustudieren, wie ich es gerne gemacht hätte, kann man getrost vergessen.

Auch unter Ihrer Regie ist das Spiel des HSV nicht entscheidend besser geworden. Woran liegt das?
Ich finde, dass die Mannschaft, außer in Magdeburg, in den letzten Spielen ein gutes Gesicht gezeigt hat. Aber uns sind derzeit die Hände gebunden. Viele Spieler sind nicht topfit − eigentlich alle.

Was ist das größere Problem bei Ihrer Mannschaft: Der Körper oder der Kopf?
Die Körper sind das entscheidende Problem. Wenn die Kraft nicht da ist, dann kann Dir der Kopf allenfalls kurzfristig helfen. Aber wenn die Kraft längerfristig fehlt, spielst du nicht gut, machst du Fehler, fängst du an, zu zweifeln. Das zieht dich runter. Dann kommt der Kopf dazu. Das ist ein Teufelskreis.

Wie kann Ihr Team diesem Teufelskreis überhaupt entfliehen?
Wir müssen irgendwie die Körper wieder frisch und Köpfe frei kriegen. Wir sollten uns im Kopf nicht so belasten, sondern uns auf unsere Stärken besinnen, positiver sein.

Geben im Moment alle Spieler alles für den HSV?
Ich glaube schon, ja. Sie sind sehr selbstkritisch. Keiner ist zufrieden. Auch in der Vergangenheit hatten wir schwierige Zeiten und haben uns immer wieder heraus gezogen. Wir sind Kämpfer.

Liegen die Verhandlungen in Sachen neuer Trainer angesichts Ihrer Rückkehr auf die Bank und der prekären sportlichen Lage auf Eis?
Wir sind in Kontakt mit unseren Kandidaten. Aber erstmal müssen wir uns für die nächste Saison vernünftig aufstellen und die finanziellen Rahmenbedingungen schaffen. Vorher können wir keine Entscheidung treffen.





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