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HSV gegen Bayern: So will Joe Zinnbauer heute Pep Guardiola austricksen

Ein Trainer von Format: Der gebürtige Bayer Josef „Joe“ Zinnbauer (44) will mit dem HSV zumindest den Klassenerhalt erreichen.

Ein Trainer von Format: Der gebürtige Bayer Josef „Joe“ Zinnbauer (44) will mit dem HSV zumindest den Klassenerhalt erreichen.

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Imago

Bei seinem Debüt auf der HSV-Bank trotzte Joe Zinnbauer Bayern-Coach Pep Guardiola überraschend einen Punkt ab. Heute in München (15.30 Uhr im MOPO-Liveticker) will er das Kunststück wiederholen – und setzt dabei auf das Überraschungsmoment.

Zinnbauer (44) hat gespürt, dass er in den vergangenen Tagen unter Beobachtung stand. Die Akribie seines Münchner Kollegen ist ihm bekannt: „Pep Guardiola hat überall seine Nase drin und kriegt alles raus.“

Und tatsächlich: Am Rande des Abschlusstrainings am Freitag hatte Zinnbauer einen Bayern-Spion ausgemacht. Dieser hätte sich den Trip in den Volkspark allerdings sparen können. „Viel gesehen hat er nicht“, sagte der HSV-Trainer augenzwinkernd, als er in die Kabine stapfte.

Zuvor hatte er während der rund einstündigen Einheit auf einen Testlauf seiner vermeintlichen Startelf verzichtet. Stattdessen ließ er seine Schützlinge lockere Passübungen absolvieren und abschließend aus allen Lagen auf das Tor schießen.

Die Frage nach der Taktik gegen das Münchner Starensemble hatte Zinnbauer bereits auf der Pressekonferenz am Donnerstag wie folgt beantwortet: „Alle Mann auf die Linie, darauf warten, dass die Bayern drüber oder daneben schießen und auf einen Konter hoffen.“ Ein Scherz – jedoch sicherlich mit einem Fünkchen Wahrheit.

Wie zuletzt, will der HSV auch in München „effektiv, laufstark und aggressiv gegen den Ball“ auftreten. Nur mit welchem Personal – das bleibt bis zum Schluss ein gut gehütetes Geheimnis, wie Zinnbauer verriet: „Endgültig entscheiden werde ich mich erst morgen Mittag kurz vor der Teambesprechung.“

Der gebürtige Bayer will seinen katalanischen Gegenüber so lang wie möglich im Unklaren lassen. Er weiß: Machen die Bayern in „Mia san mia“-Manier ernst, wird beim Rekordmeister kaum etwas zu holen sein.

Der Plan für den Coup beim hohen Favoriten lautet daher: „Wenn wir da etwas holen wollen, dann müssen wir das mit Überraschung machen.“ Wie beim torlosen Remis im Hinspiel.

„Mit mir als jungen Trainer in seinem ersten Spiel hat vorher doch jeder spekuliert, ob es 0:5 oder 0:6 ausgeht“, so Zinnbauer: „Doch am Ende hätten wir mit Glück sogar 1:0 gewinnen können.“ Auch diesmal trauen die wenigsten dem Dino etwas zu ...