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MOPO.de | Handgreiflichkeiten: Streit ums Schneeschippen: Hackl-Schorsch vor Gericht
05. December 2012
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Handgreiflichkeiten: Streit ums Schneeschippen: Hackl-Schorsch vor Gericht

Rodel-Legende Georg Hackl wird im Amtsgericht in Laufen im Landkreis Berchtesgadener Land (Bayern) kontrolliert.

Rodel-Legende Georg Hackl wird im Amtsgericht in Laufen im Landkreis Berchtesgadener Land (Bayern) kontrolliert.

Foto:

dpa

Laufen -

Auch ein Olympiasieger muss sich bisweilen mit banalen Nachbarschafts-Streitigkeiten beschäftigen. Im Fall von Rodel-Legende Georg "Schorsch" Hackl (46) endete das nun vor Gericht.

Nach einem Streit ums Schneeschippen hatte ein Nachbar dem Hackl-Schorsch einen 50 Zentimeter langen Eisennagel ins Gesicht geschlagen. Dafür wurde der 65-Jährige jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung vom Amtsgericht im bayerischen Laufen zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Der 46-jährige Hackl hatte sich bei dem Angriff eine stark blutende Platzwunde über dem linken Ohr zugezogen. Zudem erlitt Hackl eine Schädelprellung.

Der Verurteilte muss zusätzlich zur Bewährungsstrafe an den Kinderschutzbund zahlen. Der Staatsanwalt hatte im Prozess neun Monate zur Bewährung gefordert, der Verteidiger auf Freispruch plädiert. Unmittelbar nach dem Urteilsspruch kündigte der Anwalt an, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

Der Nachbarschaftsstreit zwischen Hackl und der Familie des 65-Jährigen zieht sich schon seit Generationen hin. In seiner Vernehmung als Zeuge räumte der einstige Ausnahmeathlet ein, seinen Kontrahenten an jenem Wintertag provoziert zu haben. Er habe weiter Schnee in dessen Garten geworfen, obwohl ihn sein Nachbar aufgefordert hatte, damit aufzuhören.

Sein Nachbar habe ihn jedoch zuvor mit dem Gartenschlauch nass gespritzt. Das habe ihn zu der Aktion veranlasst - nach dem Motto „I mog koa Wasser und er mog koan Schnee“.