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MOPO.de | Das war's: Liga entzieht HSV Handball die Lizenz
20. January 2016
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Das war's: Liga entzieht HSV Handball die Lizenz

Gideon Böhm.

Der HSV Handball hat ausgespielt! Darüber wird der Insolvenzverwalter des HSV Dr. Gideon Böhm die Führung der HBL voraussichtlich informieren.

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dpa

Das Desaster ist perfekt. Nach MOPO-Informationen stellt der insolvente HSV Handball mit sofortiger Wirkung den Spielbetrieb ein. Insolvenzverwalter Dr. Gideon Böhm sieht keine Möglichkeit mehr, eine Mannschaft zusammen zu bekommen, die die verbleibenden 14 Saisonspiele bestreitet.

Aus und vorbei. Der HSV Handball, Deutscher Meister 2011, Champions-League-Sieger 2013 und Pokalsieger 2006 und 2010 hat ausgespielt. Darüber wird der Insolvenzverwalter des HSV die Führung der Handball Bundesliga (HBL) voraussichtlich heute informieren.

Die Lizenzierungskommission der HBL wiederum hat heute in Ahlen darüber geurteilt, ob der HSV Lizenzbetrug begangen hat. Nun teilte die Liga den das Ergebnis mit. Die Kommission ist nach Faktenlage zu diesem Urteil gekommen - was laut Statuten einen Entzug der Lizenz zum Saisonende zur Folge hat! 

Formal bedeutet dies, dass die Einstellung des Spielbetriebs durch die Liga erst bewirkt werden würde, wenn es im weiteren Verlauf des Spieljahres drei Mal zu einem Nichtantritt kommt. Sämtliche bis dahin ausgetragenen Spiele des HSV Handball würden dann so gewertet, als ob sie nicht ausgetragen worden wären.

Der HSV hatte im Lizenzierungsverfahren eine Verpflichtungserklärung von Ex-Präsident, Mäzen und Hauptsponsor Andreas Rudolph über 2,5 Millionen Euro als Sicherheit eingereicht, der HBL aber einen Sondervertrag zwischen Verein und Rudolph, der einschränkende Wirkung hat, vorenthalten.

Die HBL hatte bis zuletzt Druck auf den HSV gemacht, die Saison irgendwie zu Ende zu spielen und notfalls mit einem mit Nachwuchsspielern aufgefüllten Not-Team anzutreten. Das wäre allerdings Wettbewerbsverzerrung gewesen.

Doch für das Szenario, die verbleibenden 14 Spiele irgendwie über die Bühne zu bringen, gibt es beim HSV weder das nötige Personal, noch eine finanzielle Grundlage. Die Finanzierungslücke beträgt rund zwei Millionen Euro. Alle Spieler des aktuellen Kaders suchen mit Hochdruck neue Arbeitgeber, wie die MOPO erfuhr, haben die Profis bereits ihre Kündigungen erhalten. Entprechende Post an die Angestellten ist unterwegs. 

Zudem würde der Einsatz von Nachwuchsspielern in der Bundesliga den möglichen Aufstieg der erfolgreichen U23, derzeit Tabellenführer der Oberliga mit fünf Punkten Vorsprung, in die 3. Liga gefährden – und damit auch den vom HSV e.V. favorisierten Neustart in dieser Spielklasse mit neuem wirtschaftlichen Träger. Das hat das Präsidium des e.V. beschlossen.

Ziel: Ein glaubwürdiger Schnitt, der Aufstieg und ein echter Neubeginn – als Erfolgsgeschichte.





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