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Guerrero vor Comeback: Peruaner soll im Testkick ran

Einen passenderen Neustart für einen reuigen Sünder kann es wohl kaum geben. Beim MSV Pampow kehrt Paolo Guerrero Dienstag auf die Fußball-Bühne zurück, wobei das Wort „Bühne“ an Übertreibung grenzt.


Das Schweriner Stadion am Lambrechtsgrund, in das die Kicker aus Pampow (2800 Einwohner) ziehen, hat eigentlich nur wenig mit Fußball am Hut. Leichtathleten wie Stabhochsprung-Vize-Weltmeisterin Martina Strutz trainieren hier im Alltag. Heute aber ist ein Feiertag. Für Pampow. Und für Guerrero-Fans.


Bis zu 10.000 Zuschauer könnten das Comeback des Peruaners im HSV-Testspiel (Dienstag, 17.30 Uhr) verfolgen. Der Kick beim Tabellenvierten der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) wurde vor allem für Guerrero vereinbart. „Er hat sehr gut trainiert, muss jetzt aber auch erst mal in den Rhythmus kommen. Das geht nur über Spiele“, sagt Trainer Thorsten Fink.


Acht Partien hatte Guerrero nach seinem Brutalo-Tritt gegen Stuttgarts Torwart Sven Ulreich aussetzen müssen. „Ich habe einen großen Fehler gemacht, für den musste ich geradestehen“, sagt der 28-Jährige, der nach Einschätzung von Klub-Boss Carl Jarchow am Sonnabend gegen Mainz auf einen warmen Empfang hoffen darf. „Ich denke, dass ihm die Mehrzahl der Fans das verziehen hat. Die Strafe, die er bekommen hat, wurde von den meisten ja auch als unverhältnismäßig hoch angesehen.“ Für den Endspurt erwartet Jarchow, „dass Paolo Vollgas gibt“. Zweifel daran sind nicht angebracht.