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Freezers-Sieg: Murphy beißt die Nürnberg-Tiger weg

Colin Murphy versenkte den Puck gleich zwei Mal im Tor.

Colin Murphy versenkte den Puck gleich zwei Mal im Tor.

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WITTERS

„Cooolin Muuurphy“, riefen die 7521 Freezers-Fans nach dem 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)-Sieg am Freitagabend über Nürnberg. Der Matchwinner sollte nach der Ehrenrunde dem Publikum mit dem Mikro einheizen. Doch daraus wurde nichts: Der Kanadier war pinkeln...


Zuvor biss der Angreifer die Tiger weg. Unter der Woche hatte der 32-Jährige MOPO.de angekündigt, dass er seine Chance nutzen wolle. Neben Brandon Reid war auch er ein Kandidat als überzähliger Ausländer für die Tribüne. Vom Platz neben seiner Frau konnte Reid dann zuschauen, wie sein Kollege die „Eisschränke“ zum Sieg rackerte. Und die Aussicht steigerte, künftig kein Sitzkissen mitbringen zu müssen.


Zum 1:0 hämmerte er die Scheibe unter die Latte. Als die wilden Ice Tiger 35 Sekunden vor Schluss ihren Torhüter für einen Feldspieler rausnahmen, sorgte er für die Entscheidung. Nach einem Pass vom starken Rob Collins netzte er zum 4:2 ins leere Gehäuse ein. „Colin hat hart gearbeitet. Schon die letzten zwei, drei Spiele hat er gezeigt, dass er nicht auf die Tribüne will“, lobte Coach Benoit Laporte.


Und weil er so überragte, wurde Murphy direkt nach der Partie von den Dopingkontrolleuren weggeschnappt. Gemeinsam mit Daniel Nielsen musste er zum Pinkeln antreten – und verpasste damit seine Fan-Party.


Bis zur Nächsten wird es noch etwas dauern. Jetzt stehen für die Hamburger vier Auswärtsspiele am Stück an. „Wenn wir da sechs Punkte holen, spielen wir um die Top drei mit“, ist sich Laporte sicher. Mit dem neuen Biss von Murphy sollte das machbar sein.

STATISTIK: Tore: 1:0 Murphy (17:01), 1:1 Borer (20:52), 2:1 Oppenheimer (24:36), 3:1 Collins (52:58), 3:2 Borer (53:30), 4:2 Murphy (19:25)
Strafen: 8/10, Schlecht in Form: die Referees