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St. Paulis Enis Alushi: Nie wieder Fernbeziehung

Enis Alushi bei seiner Hochzeit

Lira und Enis Alushi bei ihrer Hochzeit am 10.12.2013

Wenn man Enis Alushi in diesen Tagen beim Training des FC St. Pauli an der Kollaustraße beobachtet, dann fällt seine positive Ausstrahlung auf. Der Mittelfeldspieler ist voller Tatendrang, wirkt rundum zufrieden.

Verständlich. Der Kosovare (30) ist mit seiner attraktiven Gattin Fatmire (27), der deutschen Fußball-Nationalspielerin, die 2007 in China Weltmeisterin wurde und zuletzt bei Paris St. Germain kickte, seit dem 10. Dezember 2013 glücklich verheiratet, lebt mit ihr in Hamburg. Am 12. November vorigen Jahres kam Söhnchen Arian auf die  Welt.

Wenn Alushi über sein Baby spricht, dann bekommt er leuchtende Augen. In den zwei Wochen Spiel- und Trainingspause konnte er seine kleine Familie so richtig genießen: „Es ist ein schönes Gefühl, so viel mit dem Kleinen zusammen zu sein. Darauf konnten sich meine Frau und ich ja auch zehn Monate vorbereiten.“ Bei dem einen Kind soll es nicht bleiben: „Ich könnte mir auch drei oder vier Kinder vorstellen. Im Haus ist dann immer viel los, immer ist jemand da.“

Auch in seiner „St. Pauli-Familie“ fühlt er sich gut aufgehoben – zumal er nach seiner langwierigen Muskelverletzung schon seit Ende der Hinrunde wieder prima in Tritt gekommen ist. Der Vertrag des Sechsers läuft aus. „Ich könnte mir gut vorstellen, bei St. Pauli zu bleiben. Ich spiele in einer tollen Mannschaft, habe einen tollen Verein und lebe in einer tollen Stadt – die Rahmenbedingungen sind optimal. Wir sind in Gesprächen.“

Die Entscheidung seinerseits hängt nicht von seiner Gattin und deren Karriereplänen ab: „Sie würde sich nach mir richten, sich – wenn ich bleiben sollte – hier irgendwo einen Verein suchen. Eine Fernbeziehung wird es nicht mehr geben.“ Das würde mit einem Kind keinen Sinn machen und nicht funktionieren.

Dass er ältester Feldspieler der Braun-Weißen ist, er mit Kollegen zu tun hat, die teilweise wesentlich jünger sind, ist kein Problem für ihn: „Es gibt mit den Jungs genügend Gesprächsthemen und zu lachen. Denn diese Generation ist reifer als meine zum vergleichbaren Zeitpunkt.“

Mit ihnen zusammen will er in dieser Saison noch viel erreichen. Auf ein konkretes Ziel festlegen möchte er sich aber nicht: „Das bringt nichts. In der vergangenen Saison wollte St. Pauli oben mitspielen und ist fast abgestiegen. Wir wollen wie in der Hinrunde gute Leistungen bringen, erst mal die 40 Punkte erreichen und dann weitersehen.“

Persönlich strebt der elegante Techniker viele Einsätze an: „Ich möchte dem Anspruch als Führungsspieler – meinem Alter entsprechend – gerecht werden.“ Ach ja: In dieser Saison ist er bislang noch ohne einen Treffer. St. Pauli-Coach Ewald Lienen sieht ihn als „geilen Kicker“, fordert aber mehr Zielstrebigkeit vorm gegnerischen Kasten. Alushi: „Da hat der Trainer recht. Aber wenn man mir garantieren würde, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind, würde ich auf ein Tor verzichten.“