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MOPO.de | Exklusiv-Interview: Rafael van der Vaarts Ziel: Zehn Tore für den HSV
26. June 2013
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Exklusiv-Interview: Rafael van der Vaarts Ziel: Zehn Tore für den HSV

Der Trainer und sein Anführer: Thorsten Fink (l.) vertraut voll auf Kapitän Rafael van der Vaart.

Der Trainer und sein Anführer: Thorsten Fink (l.) vertraut voll auf Kapitän Rafael van der Vaart.

Foto:

Witters

Mit seiner Rückkehr nach Hamburg im vergangenen Sommer erfüllte sich nicht nur für die Fans des HSV ein großer Wunsch, auch für Rafael van der Vaart schloss sich der Kreis. Er sei „wieder zu Hause“, sagte der Niederländer damals. Im Interview mit der MOPO zieht der 30-Jährige nun eine Zwischenbilanz und spricht über seine Pläne für die Zukunft.

MOPO: Herr van der Vaart, das Pokal-Los Schott Jena dürfte Sie nicht geschockt haben. Aber der Bundesliga-Start bei Schalke 04 hat es in sich. Zittern Sie schon?

Rafael van der Vaart: Geschockt bin ich ohnehin selten. Es ist nicht mehr als unsere Pflicht, bei einem Fünftliga-Aufsteiger zu gewinnen. Aber ich zittere auch nicht vor Schalke 04, ganz im Gegenteil. Die hätten sich bestimmt einen leichteren Gegner zum Auftakt gewünscht, als den HSV...

…aber im April ging es in Gelsenkirchen mächtig in die Hose – 1:4.

Wenn ich dieses Spiel mal ausklammere, habe ich viele positive Erinnerungen an unsere Auftritte bei Schalke 04. Da haben wir schöne Siege gefeiert unter „Dolly“ und Huub Stevens.

Sind Sie mit dem Auftaktprogramm insgesamt zufrieden?

Ja, absolut. Wir wollen uns von Beginn der Saison an so weit wie möglich oben festsetzen. Es wird nicht noch einmal passieren, dass wir der Musik hinterherlaufen müssen.

Welches Ziel setzt sich die Mannschaft für die nächste Spielzeit?

Man sagt ja jeden Sommer, dass man sich im Vergleich zum Jahr zuvor verbessern will. Das bedeutet für uns: Platz sechs. Oder um es noch deutlicher zu sagen: Das internationale Geschäft.

In Heung Min Son wird ein wichtiger Bestandteil des Teams fehlen. Bedauern Sie, dass er sich für Leverkusen entschieden hat?

Nein. Das ist seine Entscheidung und die des Vereins. Unser Blick richtet sich nur nach vorn. Ich bin überzeugt, dass es den Verantwortlichen gelingen wird, den Kader trotz „Sonnys“ Wechsel stärker zu machen.

In der sportlichen Führung gab es ebenfalls einen Wechsel, Frank Arnesen wurde durch Oliver Kreuzer ersetzt. Welchen Eindruck haben Sie vom neuen Sportchef?

Ich werde ihn ja erst in den kommenden Wochen persönlich kennenlernen. Aber ich verfolge auch aus dem Urlaub, was in Hamburg passiert. Und ich habe den Eindruck, dass Oliver Kreuzer kräftig anpackt und einiges bewegt.

Auf dem Wunschzettel steht unter anderem Roque Santa Cruz. Was halten Sie von ihm?

Er ist ein absoluter Topspieler. Ich kenne ihn aus England, als ich bei Tottenham war. Am Ball kann er alles, er ist schnell, kopfballstark, eiskalt im Abschluss. Er ist ein vollkommener Stürmer.

Die Experten streiten darüber, ob Sie in der Vorsaison die Wirkung erzielt haben, die von Ihnen erhofft worden war. Welches Urteil fällen Sie selbst?

Es ist ja bekannt, dass ein sehr turbulentes Jahr hinter mir liegt. Entscheidend ist, dass ich jetzt voller Vorfreude auf die Saison nach Hamburg zurückkomme. Und wenn wir uns insgesamt verbessern wollen, dann erwarte ich das auch von mir. Es ist mein Ziel, mindestens zehn Tore zu schießen.

Thorsten Fink setzt auf Sie, hat Sie wieder zum Kapitän befördert. Wie bewerten Sie seine Arbeit?

Es ist ja kein Zufall, dass der HSV mit dem aktuellen Cheftrainer in seine dritte Saison geht. Das war ja nicht immer so bei uns. Thorsten Fink hat als Trainer brutale Kraft und Ausdauer, das imponiert mir. Die meisten anderen wären auf dem schweren Weg zurück nach oben längst eingeknickt.

HSV-Boss Carl Jarchow hat schon betont, dass man Sie über das Karriereende hinaus in Hamburg halten und in den Verein einbinden will. Spielen Sie mit?

Zunächst muss ich sportlich die Voraussetzung dafür schaffen, dass der HSV in zwei Jahren den Vertrag mit mir als Spieler verlängern will. Ich habe nämlich mit diesem Verein noch sehr viel vor.




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