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Erstes Interview nach seiner OP: HSV-Handball-Star Gille: "So ein Abschied tut weh"

Verlässt Hamburg nach zehn Jahren mit verletzter Schulter: Handballer Bertrand Gille (33) hat sich seine Abschied vom HSV anders vorgestellt.

Verlässt Hamburg nach zehn Jahren mit verletzter Schulter: Handballer Bertrand Gille (33) hat sich seine Abschied vom HSV anders vorgestellt.

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Witters

Früher als erwartet ist Bertrand Gille (33) nach seiner Schulter-OP in Frankreich nach Hamburg zurückgekehrt. Seit vier Tagen weilt er wieder im Kreise seiner Familie. Während die Teamkollegen im Trainingslager in Ischgl schwitzen, ist „Bobo“ zur Tatenlosigkeit verdammt, was kaum jemandem so schwer fällt wie dem ehrgeizigen Vorkämpfer des HSV.

MOPO: Wie geht es Ihnen?

Bertrand Gille: Handballtechnisch nicht ausreichend! (lacht).

Schön, dass Sie Ihren Humor nicht verloren haben. Wie ist der Zustand der operierten Sehne in der rechten Schulter?

Ich muss jetzt sehr vorsichtig sein mit der Schulter, mich langsam bewegen. Mit meinen Kindern toben, geht leider erstmal gar nicht. Der Arm ist auf einem Spezialkissen gelagert, um die Schulter zu entlasten. Es sieht so aus, als ob ich den ganzen Tag mein Schlafkissen mit mir herum trage (grinst).

Wie stark sind die Schmerzen?

Wenn ich die Schulter nicht bewege, ist es auszuhalten.

Vor der OP haben Sie sogar um die Fortsetzung Ihrer Karriere gebangt. Wie lautet die jüngste Prognose?

Ich habe fast die Garantie des Chirurgen bekommen, dass meine Schulter wieder zu 100 Prozent gesund wird und ich weiter Handball spielen kann. Das ist das Wichtigste für mich. Immerhin eine gute Nachricht ...

Dürfen Sie sich wieder Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme machen?

Keine Ahnung, ob ich rechtzeitig fit werde. Wenn ja, würde es mich freuen, wenn nicht, dann nicht. Ich brauche jetzt einfach Zeit.

Wie sehr schmerzt es, nicht mehr für den HSV auflaufen zu können, den Sie im Juni nach zehn Jahren verlassen?

Das schmerzt am meisten. So ein Abschied tut weh. Das habe ich mir natürlich ganz anders vorgestellt und ich bin sehr traurig darüber. Aber diese Scheiße ist nun mal passiert, und ich muss damit klar kommen.

Die Zuschauerrolle wird unter diesen Umständen besonders quälend sein. Würde Abstand es nicht einfacher machen?

Zuschauen zu müssen, ist nie schön. Aber ich fühle mich besser, je näher ich an der Mannschaft dran bin. Ich bleibe bis zum Schluss Teil dieses Teams – und mit dem Herzen noch ganz, ganz lange.


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