Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?

Ja Nein
Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.

Er griff Franck Ribéry an: Nach Schal-Attacke: HSV zeigt den Flitzer an

Zwei Ordner greifen sich den Flitzer, der zuvor Ribéry attackiert hatte.

Zwei Ordner greifen sich den Flitzer, der zuvor Ribéry attackiert hatte.

Foto:

WITTERS

Er sorgte für den Skandal des Abends: Ein HSV-Fan flitzte in der Nachspielzeit des Pokalspiels gegen Bayern über den Platz und attackierte Münchens Franzosen Franck Ribéry mit einem Schal. Anschließend zeigte er den doppelten Mittelfinger, grinste unverschämt - und wurde von Ordnern überwältigt. Doch was droht dem Skandal-Flitzer jetzt? Die MOPO beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie konnte der Flitzer auf das Spielfeld gelangen? Fußballstadien - natürlich auch in Hamburg - werden von zahlreichen Ordnern gesichert. Sie halten permanent die Fans auf den Tribünen im Auge. Doch auch sie können nicht alle Bereiche restlos überwachen. Wenn ein Fan versucht aufs Feld zu kommen, können Sekundenbruchteile darüber entscheiden, ob er oder sie es schafft.

Kommen Flitzer bei Fußballspielen häufig vor? Sportveranstaltungen werden nicht selten von sogenannten Flitzern als Bühne für einen Auftritt genutzt. Während der Fußball WM in Brasilien kam es beispielsweise zu zahlreichen Versuchen einzelner Personen, die das Feld stürmen wollten. Meist werden sie zügig von Security-Personal gestoppt.

Droht dem Flitzer jetzt eine Strafe? Ja! Der HSV hat Strafanzeige gestellt. Zudem soll er ein Stadionverbot bekommen. Die Bayern werden wohl auf eine Strafanzeige verzichten: „Franck hat souverän darauf reagiert. Das kann der HSV schlecht verhindern, da kann man keinem einen Vorwurf machen. Groß aufregen sollten wir uns nicht, es ist nichts passiert“, sagte Bayerns Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Viele Flitzer wurden für ähnliche Vergehen angezeigt und zu Geldstrafen - teilweise im fünfstelligen Bereich - verurteilt. Dies droht nun auch dem Flitzer vom Pokalspiel.

Muss der HSV eine Strafe befürchten? Das ist durchaus möglich. Bei früheren Flitzer-Fällen bestrafte der DFB die jeweiligen Heimklubs. So musste beispielsweise Augsburg vor drei Jahren für einen Nackt-Flitzer, der Flick-Flacks auf dem Spielfeld durchführte, 3000 Euro zahlen.

Was sagt Ribéry zu dem Flitzer-Vorfall? Der Franzose gab sich schon nach Spielende cool: „Das darf nicht passieren, aber es ist nicht so schlimm. Nach dem Spiel ist immer alles vorbei.“ Der Superstar nahm die Entschuldigung des HSV an.


video

HSV-Trainer Labbadia: So viel Potenzial haben die Neuzugänge

Bruno Labbadia hat sich zu den Neuzugängen Kostic und Halilovic sowie zum Thema Abstieg geäußert.