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Einstige HSV-Hoffnung: Hakan Calhanoglu: „Es gibt viele Neider!“

Will mit Bayer Leverkusen Erfolg haben: Hakan Calhanoglu.

Will mit Bayer Leverkusen Erfolg haben: Hakan Calhanoglu.

Foto:

imago

Weil er unbedingt den HSV in Richtung Leverkusen verlassen wollte, hat Hakan Calhanoglu (20) sich sogar krankschreiben lassen. Am Ende eine erfolgreiche Strategie. Im MOPO-Interview blickt der neue Bayer-Star in gewohnter Manier zurück und voraus.

MOPO: Haben Sie in Leverkusen schon Unterschiede zu Ihrer Zeit beim HSV ausgemacht?
Hakan Calhanoglu: Bei Bayer war die Vorbereitung viel intensiver. Meine Gegenspieler im Training sind stärker. Qualitativ ist die Mannschaft viel stärker als die zu meiner Zeit in Hamburg. Ich habe sofort gemerkt: Die Spieler hier sind alle jung und hungrig nach Erfolg!

Stimmt es, dass Sie auch ein Angebot des FC Bayern hatten?
Ja, mein Berater hat mir das mitgeteilt.

Aber alle wollen doch zum FC Bayern. Warum sind Sie dann nach Leverkusen gewechselt?
Mag sein, dass fast alle zum FC Bayern wollen. Aber für mich steht Leverkusen fast auf Augenhöhe mit dem FC Bayern. Klar, die Bayern sind die Besten. Aber auch Leverkusen spielt regelmäßig um die ersten vier Plätze mit, wir können auch mit Bayern, Dortmund oder Schalke mithalten. Und: Ich habe in Leverkusen die Möglichkeit zu spielen, für mich ist hier einfach die Perspektive besser als in München. Das ist für mich als jungen Spieler ganz wichtig.

Das klingt alles ganz schön selbstbewusst ...
Ich habe Ziele. Ich hoffe natürlich, dass ich irgendwann mit meiner Mannschaft auch mal einen Titel gewinne. Bei einem ausländischen Klub wäre das vielleicht leichter geworden, aber ich wollte unbedingt in Deutschland bleiben. Ich bin hier geboren, das ist meine Heimat.

Nach Ihrem Weggang aus Hamburg lernten Sie aber auch die Schattenseiten der Popularität kennen.
Eigentlich bin ich ein selbstbewusster Typ, der vor niemandem Angst hat. Aber dennoch habe ich mich da schon manchmal gefragt: Was habe ich denn verbrochen? Ich habe für den HSV elf Tore erzielt und mit dazu beigetragen, dass der HSV nicht abgestiegen ist. Hamburg hat für mich 14,5 Millionen Euro Ablöse bekommen. Und dann wurde ich von „Fans“ als Verräter und Söldner beschimpft! Doch das bin ich nun wahrlich nicht. Ich danke meiner Familie, dass sie mich in dieser Zeit so unterstützt hat.

Sie verdienen Summen, die auch Neid hervorrufen können. Schon erlebt?
Es gibt viele Neider, ich merke das jetzt. Aber Neid muss man sich auch erarbeiten.

In Leverkusen sorgten Sie gleich für Erstaunen, als Sie öffentlich sagten, dass Sie für „zwei, drei Jahre“ bei Bayer spielen möchten. Dabei haben Sie doch einen Fünfjahresvertrag unterschrieben ...
Ich will in Leverkusen einige Jahre bleiben. Über die Zeit danach mache ich mir jetzt noch keine Gedanken.

Ist Bayer für Sie eher eine Zwischenstation?
Ich will Erfolg mit Bayer haben! Lasst mich doch einfach mal Fußball spielen.





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