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Der neue Boss des FC St. Pauli: Das ist Göttlich!

Am Tag nach seiner Wahl traf sich Oke Göttlich mit der MOPO zum Gespräch. Der neue Präsident des FC St. Pauli brachte einen gestrickten Pokal mit, den ihm ein Fan schenkte.

Am Tag nach seiner Wahl traf sich Oke Göttlich mit der MOPO zum Gespräch. Der neue Präsident des FC St. Pauli brachte einen gestrickten Pokal mit, den ihm ein Fan schenkte.

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Witters

Der Tag nach der Mitgliederversammlung. Oke Göttlich wurde mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten des FC St. Pauli gewählt. Die MOPO traf den 38-jährigen Musik-Manager am Montag am Hafen. Dort sprach Göttlich über ...

... seine erste Nacht als Präsident: Ich bin um ein Uhr nachts todmüde eingeschlafen. Weil alles entschieden war, habe ich etwas länger geschlafen. Statt um 6.20 Uhr klingelte der Wecker erst um 6.30 Uhr … Nach dem Aufwachen habe meine Mails gescheckt und mich über viele Glückwünsche gefreut.

... den friedlichen Übergang beim Präsidentenwechsel: Toll, dass wir den bei unserem Klub, bei dem es früher ständig Turbulenzen gab, so hinbekommen haben. Das zeigt den Reifeprozess unseres Vereins in den vergangenen Jahren.

... die Frauenpower im Aufsichtsrat: Ich finde das wunderbar, das ist genau das, was unser Klub gebraucht hat. Sandra Schwedler hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten bereits sehr beim FC St. Pauli und speziell für die Fans eingesetzt. Sie bringt viel inhaltliche Qualität mit.

... seinen Führungsstil: Ich würde sagen, dass ich hart in der Sache und weich am Menschen bin. Es ist wichtig, die Menschen bei einem Klub wie unserem sozial zu führen.

... seine (St. Pauli-) Vergangenheit: Ich bin in Hamburg-Barmbek geboren und wuchs am Vogelhüttendeich in Wilhelmsburg auf. Von meinem neunten bis 18. Lebensjahr habe ich dann in St. Peter Ording gewohnt. Von dort bin ich zu den Heimspielen angereist. 1990/91 war meine erste Saison. Ich begann am Millerntor als Bäume-Kraxler im Norden. Nach meinem Abi 1995 habe ich meine Deutschland-Tournee begonnen: Zivildienst in Heidelberg, Studium an der Sporthochschule in Köln, wo ich auch meine Diplomarbeit schrieb. In Freiburg habe ich die Fußballschule des SC journalistisch begleitet.

... über seine Lieblingsmusik: Ich höre zum Beispiel Hip Hop von „Eric B. & Rakim“, Hardcore-Punk von „Sick of it all“ oder Detroit House von „Theo Parrish“ und „Moodyman“ sowie Elektro-Pop von „Caribou“.

... seine Freizeitgestaltung: Ich sehe oft bei Jugendfußballspielen zu, gern mit meiner Frau und meinen beiden Kindern.

... das Horror-Szenario Dritte Liga: Wir haben uns bereits in der Vorbereitung auf die Präsidentschaft mit entsprechenden Maßnahmen beschäftigt, die in einer seriösen Planung notwendig sind. Aber wir wollen uns dieses Szenario natürlich ersparen. Wir glauben, gerade wenn die Rekonvaleszenten jetzt zurückkehren, fest an den Klassenerhalt und sind sicher, dass wir schnell ein erfolgreiches Team auf dem Rasen sehen werden. Ich bin am Sonntag dabei und von einem leidenschaftlichen Auftritt unserer Mannschaft überzeugt. Dann ist in Leipzig alles möglich.