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MOPO.de | Das erste Interview: HSV-Stareinkauf Ivica Olic: „Ein Traum für meine Kinder, meine Frau und mich!“
30. January 2015
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Das erste Interview: HSV-Stareinkauf Ivica Olic: „Ein Traum für meine Kinder, meine Frau und mich!“

Eine Entscheidung des Herzens: Olics Rückkehr zum HSV.

Eine Entscheidung des Herzens: Olics Rückkehr zum HSV.

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Witters

Der Transfer-Hammer hat voll eingeschlagen! Ivica Olic kehrt zum HSV zurück, absolviert in diesen Stunden im UKE den Medizincheck und soll nach der anschließenden Vertragsunterschrift schon um 15.30 Uhr mit dem Team am letzten Training vor dem Auftakt der Rückrunde morgen gegen Köln (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) dabei sein.

Doch was war das gestern für ein verrückter Tag für den 35-Jährigen. Die MOPO war in Wolfsburg hautnah an ihm dran – und hat mit Olic gesprochen, nachdem er sich in der Kabine von seinen VfL-Kollegen verabschiedet hatte.

MOPO: Herr Olic, am frühen Abend standen Sie noch in Wolfsburg auf dem Trainingsplatz, jetzt haben Sie bereits Ihren Spind ausgeräumt. Wie lief das ab?
Ivica Olic: Ich hatte vorher schon etwas geahnt, es aber nicht endgültig gewusst. Deshalb wollte ich auch noch am Training teilnehmen. Training ist immer gut. Danach hat mich der Trainer (Dieter Hecking, d. Red.) zum Manager (Klaus Allofs, d. Red.) geschickt, der mir gesagt hat, dass ich nach Hause kann – zum HSV.

Es blieb Ihnen kaum Zeit, um sich von ihren Ex-Mitspielern zu verabschieden.
Ja, leider. Aber es hat gereicht, um ihnen viel Glück zu wünschen. Ich bin sehr froh, ein Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein, die sich in der Hinrunde so wunderbar entwickelt hat und dabei ist, den VfL dahin zu bringen, wo der Verein sein will. Ich hatte in Wolfsburg enorm viel Spaß.

Trotzdem haben Sie nach der Anfrage des HSV auf die Freigabe gedrängt. Warum verlässt man einen Klub, der Tabellenzweiter sowie im DFB-Pokal und in der Europa League noch heiß im Rennen ist?
Wenn ich an einen Wechsel gedacht habe, dann war der HSV für mich immer die einzige Möglichkeit. Dann haben sie sich gemeldet, mir gesagt, dass sie mich unbedingt haben wollen, dass ich helfen soll, aus dieser schwierigen Situation herauszukommen. Und das will ich.

Die Kontaktaufnahme erfolgte am Montag, dann hat es ein paar Tage gedauert.
Ja, weil sich auch die Vereine einigen mussten. Es ging auch um die Ablösesumme, so ist das im Fußball, aber dann haben sie sich ja auf etwas geeinigt.

Wie fühlt sich das an?
Ich bin froh, sehr froh. Das ist eine neue Herausforderung für mich – und ich bin dankbar, darauf gut vorbereitet zu sein. Ich habe beim VfL Wolfsburg gut trainiert, alle Einheiten mitgemacht. Jetzt werde ich beim HSV auf dem Platz zeigen, warum sie mich geholt haben und dass ich noch gut genug bin, um dem Team zu helfen.

Es war für Sie eine Entscheidung des Herzens?
Definitiv! Ich rede nicht gern über die Verträge, aber ich kann schon deutlich sagen: Wenn ich nur auf meinen Vertrag schauen würde, dann hätte ich in Wolfsburg bleiben müssen. Für Hamburg verzichte ich auf Geld – und zwar nicht wenig. Aber das stand für mich nicht in der ersten Reihe.

Sondern?
Es war mir viel wichtiger, diese Entscheidung für meine Familie zu treffen. Wir hatten schon lange gesagt, dass wir später in Hamburg leben wollen. Dass ich jetzt wieder für den HSV spiele, ist ein Traum für meine Kinder, meine Frau und natürlich auch für mich.

Ihr Vertrag läuft bis 2016. Hören Sie dann auf?
Ich denke nicht in Jahren, deshalb kann ich das nicht sagen. Ich versuche, so lange wie möglich mein Niveau zu halten. Dafür gebe ich alles. Dann wird man sehen, wie lange es reicht. Ich fühle mich gut, aber den Beweis kann ich nur auf dem Rasen abliefern.

Unabhängig davon, wann Sie Ihre Karriere beenden. Stimmt es, dass Sie im Anschluss daran einen Posten im Verein übernehmen?
Das war mein Wunsch, und auch der HSV hat sich das gewünscht. So war das Gesamtpaket für mich perfekt. Da habe ich gesagt: Das ist das, was ich will.

Was ist sportlich drin mit dem HSV?
Ich vertraue der Mannschaft und ich vertraue auch darauf, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass wir aus der aktuell sehr schweren Situation herauskommen und die Klasse halten.

Rechnen Sie damit, schon Sonnabend gegen Köln zu spielen?
Die Entscheidung trifft der Trainer. Aber wenn es möglich ist, dann bin ich bereit.