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Arnesen: Haben genug Kohle! Son: Der HSV kämpft um seinen Goldjungen

Auf dem Sprung zum großen Vertrag: Heung Min Son wird beim HSV verlängern, oder nach England wechseln.

Auf dem Sprung zum großen Vertrag: Heung Min Son wird beim HSV verlängern, oder nach England wechseln.

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Er beschert dem HSV Tore und Punkte – in schöner Regelmäßigkeit. Sieben Saisontreffer hat Heung Min Son auf seinem Konto, gegen Werder traf er so sehenswert wie noch nie. Und er wird mit jedem Treffer teurer – für den HSV und potenzielle Interessenten.


Zumindest ein wenig können alle Son-Fans aufatmen. Dass der Südkoreaner sich bis Donnerstag noch per Blitzwechsel auf die Insel verabschiedet, gilt als ausgeschlossen. Der 20-Jährige bleibt. In jedem Fall bis zum Sommer. Aber was dann passiert, ist völlig offen.


Hamburgs Goldjunge wird mehr und mehr zu einer der heißesten Waren, die in England gehandelt werden. Gegen Werder schickten Tottenham Hotspur und auch der FC Chelsea Scouts vorbei – nur, um Son zu beobachten. Zudem sind Arsenal und Liverpool interessiert. Hat der HSV bei finanziell derart potenten Nebenbuhlern überhaupt eine Chance, Sons 2014 auslaufenden Vertrag zu verlängern?


Sportchef Frank Arnesen glaubt ganz fest daran. „Natürlich haben wir unser Limit“, stellt der Däne klar. „Es muss alles in unsere Struktur passen. Aber Sonny ist jung und ein sehr großes Talent. Dann müssen wir ihn auch entsprechend bezahlen.“ Und dann macht Arnesen allen Anhängern des HSV Mut: „Ich bin mir sicher, dass wir ihn auch finanziell zufrieden stellen können!“


Schon in der kommenden Woche, wenn sich der Wirbel um die nun endende Transferperiode gelegt hat, geht es zwischen dem HSV und Sons Berater Thies Bliemeister so richtig ans Eingemachte. Die Marschroute des Angreifers dürfte klar sein: Nur dank seines Namens schloss der HSV lukrative Millionenverträge mit den südkoreanischen Firmen „Hanwha Solar“ und „Kumho Tyres“ ab. Son möchte entsprechend belohnt werden – mit einem Gehalt, das in etwa bei zwei Millionen Euro liegen dürfte.


Son soll bleiben. Das wünscht sich nicht zuletzt auch Artjoms Rudnevs, mit dem das Supertalent im Angriff immer besser harmoniert.Der Lette liegt in der internen Schützenliste mit acht Treffern sogar vorn – und war nach dem Erfolg gegen Bremen völlig aus dem Häuschen. „Ich bin über jeden Tag, den ich beim HSV sein darf, glücklich“, schwärmte er. „Ich habe den Wechsel hierher noch nie bereut!“


Rudnevs überzeugt seine Kritiker mehr und mehr, trumpfte gegen Werder auch fußballerisch auf, machte den Ball geschickt fest. Es hat sich etwas verändert, das war bis auf den letzten Rang in der Arena spürbar. „Rudi merkt, dass er innerhalb des Teams akzeptiert ist“, erklärt Trainer Thorsten Fink. „Am Anfang wurde er noch etwas belächelt. Aber nun gelingen ihm plötzlich ganz andere Dinge.“


Son und Rudnevs, ein Sturmduo, das mittlerweile in der Bundesliga gefürchtet ist. „Ihre Abstimmung bei manchen Laufwegen könnten sie noch verbessern“, meint Arnesen, „aber das wird schon noch.“ Fragt sich nur, wie lange sie gemeinsam dafür Zeit haben.