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Angst um Sicherheit: UEFA droht: Wir verschieben die EM!

Kiew -

Erst die Dauer-Diskussion um die Haftbedingungen für Ex-Premierministerin Julija Timoschenko. Nun die Anschlagserie in Dnjepropetrowsk. Jetzt droht die UEFA sogar mit der Absage der EM!

Sollte die Gewalt weiter eskalieren und die Sicherheit für Teilnehmer und Fans nicht gewährleistet werden können, sei dies denkbar, sagt der Turnierdirektor der UEFA, Martin Kallen: „Da gäbe es nur eine Möglichkeit: Dann müsste man an eine Verschiebung des Turniers denken, in ein anderes Jahr.“

Der Schweizer bestätigt erstmals offiziell Notfallpläne der UEFA: „Solche Fragen haben wir schon ganz generell, nicht auf die Ukraine bezogen, durchdiskutiert.“

Eine auch immer wieder diskutierte Verlegung der EM-Spiele von der Ukraine nach Deutschland schließt Kallen hingegen aus. „Das ist unmöglich. Das bekäme man in so kurzer Zeit gar nicht hin“, erklärte der 48-Jährige.

Das Turnier in Polen und der Ukraine ist vom 8. Juni bis 1. Juli terminiert. Zurzeit sieht Kallen noch keinen konkreten Ansatzpunkt für eine Absage des Turniers. Aber er sagt deutlich: „Wir beobachten die Situation ganz genau, jeden Tag.“

Und im Fall der Fälle müsse die UEFA leider zum letzten Mittel greifen: „Wenn die Situation zu gefährlich wird, dann würde das nicht durchgeführt. Wir organisieren ein Fußball-Fest, und nichts anderes.“

In der Diskussion um die Haft Timoschenkos, die von der Europäischen Union als politisch motiviert kritisiert wird, wurden bereits mehrfach Stimmen nach einem Boykott laut.

Diesen jedoch würde Alexander Graf Lambsdorff, außenpolitischer Experte der FDP im Europaparlament, auf die politische Ebene beschränken: „Ich glaube, dass unsere Mannschaft fahren muss. Die Europameisterschaft ist eine sportliche Veranstaltung. Einen sportlichen Boykott würde ich für falsch halten. Ein politischer Boykott dagegen, der ist ganz sicher richtig.“ Deutschland trägt alle drei Vorrundenspiele in der Ukraine aus.