TORGELOW SV GREIF - HSV

Van Nistelrooy rettet den HSV: 5:1 gegen Greif

Die Noten der MOPO-Redaktion

Zumindest ein Hamburger war dann doch in aller Munde. „Ruud, ich will ein Kind von dir!“, hallte es von der Haupttribüne der Gießerei-Arena, als der Mann des Tages nach 81 Minuten das Feld verließ. Avancen eines männlichen Fans, was aber nicht weiter störte, denn ohnehin war ganz Torgelow schon seit Tagen im Van-Nistelrooy-Fieber. Völlig zu Recht. Der Torjäger sorgte mit seinem Dreierpack für die wenigen Höhepunkten des Pokal-Pflichtauftrittes, den der HSV mit 5:1 (1:1) für sich entschied. Doch es war noch reichlich Sand im Getriebe.

David Jarolim nannte das Kind als einer der Wenigen beim Namen. „So können wir nicht spielen“, moserte der Ex-Kapitän. „Da ist es egal, ob der Gegner in der fünften Liga oder Bundesliga spielt. Das war enttäuschend. Wir hatten von Beginn an keine Spannung.“

Genau so war es. 8000 Fans trauten zunächst ihren Augen nicht – denn die Torgelower Oberligakicker stürzten den HSV zunächst von einer Verlegenheit in die andere. Pankau enteilte Westermann, scheiterte mutterseelenallein an Rost (3.). Neun Minuten später bediente Pankau dann Beck, der daneben zirkelte. Es lag was in der Luft.

Gut nur, dass der HSV van Nistelrooy hat. Nach Pitroipas Pfostenschuss ging der Holländer keine Kompromisse ein, nagelte den Abpraller ins Netz (34.). Schon die Entscheidung? Denkste! Wieder entwischte Pankau Westermann und traf klasse zum Ausgleich (42.). Torgelow stand Kopf – und witterte eine Sensation.

HSV - Torgelower SV Greif

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Erst nach dem Wechsel fand der HSV besser ins Spiel. Die Kräfte der Amateure schwanden – und die Profis schlugen gnadenlos zu. Guerreros Freistoßtor aus 20 Metern eröffnete den kleinen Torreigen (54.). Es folgte die Van-the-Man-Show. Zunächst traf van Nistelrooy nach Guerreros Flanke per Kopf zum 3:1 (54.), zur Krönung seines Arbeitstages sogar aus 25 Metern per Freistoß (67.) – sein dritter Streich „Ich hab’s im Training geübt“, versicherte er später lachend. „Diesen habe ich voll getroffen!“

Nachdem van Nistelrooy nach feinem Solo auch noch Jarolim das 5:1 auflegte (81.), war die Hamburger Welt in Ordnung. „Man muss dem Gegner Respekt zollen“, stellte Sportchef Bastian Reinhardt klar. Doch auch ihm blieb nicht verborgen, „dass wir im ersten Durchgang Abstimmungsprobleme hatten. Später sah es dann endlich so aus, wie es aussehen muss.“

Gegen Torgelow mag so was noch gut gehen, da reicht dann eine vernünftige Hälfte. Wo aber steht der HSV vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Schalke? Ein van Nistelrooy allein wird dann nicht reichen.

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Datum:  15.8.2010
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