HSV - Werder Bremen 1:3

Werder bleibt der Party-Schreck

Der HSV ist bedient: David Jarolim, Heiko Westermann, Paolo Guerrero, Marcell Jansen, Dennis Aogo und Slobodan Rajkovic (v.l.).
Der HSV ist bedient: David Jarolim, Heiko Westermann, Paolo Guerrero, Marcell Jansen, Dennis Aogo und Slobodan Rajkovic (v.l.).
Foto: WITTERS

Träume sind beim HSV Schäume, zumindest wenn Werder Bremen in Hamburg aufkreuzt. Statt den Anschluss an die Europa-League-Ränge herzustellen, vergeigte Hamburg wieder mal gegen seinen Erzfeind. 1:3 (0:2) - das Derby endete für den HSV im Frust.

Alles beim Alten im Volkspark. Gerade hatte sich der HSV aufgemacht, höhere Ambitionen ins Auge zu fassen - und dann dieses üble grün-weiße Erwachen. Den Hamburger Fans bleibt auch nichts erspart. 2006 vermasselte Werder dem HSV am letzten Spieltag den direkten Einzug in die Champions League. Drei Jahre später klauten die Bremer dem HSV das DFB-Pokal- und Europa-League-Finale. Und nun machten sie die sanften Europacupträume von Thorsten Fink und seinen Profis zunichte, noch bevor sie richtig beginnen konnten. Werder bleibt der Partyschreck des HSV!

Ernüchterung beim Gros der 56.533 Fans in der Arena und den HSV-Profis. "Wir haben einfach zuviele Fehler gemacht, das war der Unterschied", jammerte David Jarolim. Recht hat er. So dominant der HSV die Partie auch gestaltete, so verbissen er sich gegen die Niederlage stemmte - das Derby wurde über die Cleverness entschieden. "Wenn man solche Fehler macht, wie wir, kann man das Derby nicht gewinnen", resümierte Fink.

Ihren Anfang fand die Parade der Aussetzer bereits nach neun Minuten. Rincón verlor die Kugel unnötig im Mittelfeld, nach Rosenbergs Pass spielte Marin mit Rajkovic Brummkreisel und vollendete flach ins kurze Eck - 0:1. Der HSV fightete zwar zurück, besaß durch Guerrero (12./17.) und Petric (39.) Chancen, patzte dann aber kurz vorm Pausenpfiff erneut: Ungedeckt köpfte Trybull nach Junuzovic' Ecke ein, Petric' Rettungsversuch auf der Linie schlug fehl (45.). "Das war vielleicht schon die Entscheidung", so Jarolim.

Hätte sie aber nicht sein müssen. Der HSV biss sich wieder rein, hätte durch Petric (48.) und Ilicevic (60.) verkürzen können. Nachdem "Magier" Mladen dann nach 76 Minuten endlich per stark abgefälschtem Freistoß traf, keimte Hoffnung auf - bis Hamburg sich wieder selbst ein Bein stellte. Arnautovic nutzte Westermanns und Rajkovic' Blackout zur Entscheidung - 1:3 (86.). "Aber Menschen machen nun mal Fehler, wir haben keine Roboter", ließ Fink wissen.

Partyschreck Werder verdirbt dem HSV die Laune. Fink aber sieht sich bestätigt: "Unser Anspruch ist nicht der Europacup - sondern ein gesicherter Mittelfeldplatz. Das hat man in diesem Spiel gesehen." Keine Widerrede.

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Datum:  18.2.2011
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