HSV - Kaiserslautern 1:1

Die Horror-Serie geht weiter

Von Florian Rebien
Die beiden Torschützen des Tages im Duell. Pierre de Wit (l.) und Paolo Guerrero (r.).
Die beiden Torschützen des Tages im Duell. Pierre de Wit (l.) und Paolo Guerrero (r.).
Foto: WITTERS

Das Grauen geht weiter - zumindest was die Punktausbeute angeht. Gegen Kaiserslautern holte der HSV am Sonntag nur ein 1:1 (0:1). Ein Punkt, der eigentlich zu wenig ist, auch wenn Slobodan Rajkovic schon früh mit Rot vom Platz flog.   

Die Sehnsucht war groß. Den ersten Heimsieg seit über sieben Monaten (19. März, 6:2 gegen Köln) sollte es für die Fans und die Mannschaft geben. Der HSV spielte in den ersten Minuten ordentlich mit, nur der letzte Pass wollte nicht gelingen. Nach 22 Minuten musste Coach Thorsten Fink dann sein taktisches Konzept komplett über den Haufen schmeißen. Serben-Rambo Rajkovic streckte mit dem Ellenbogen Gegenspieler Tiffert nieder. Für den Hamburger gab es direkt Rot, der Lauterer musste über dem linken Auge genäht werden, konnte aber nach sieben Minuten weitermachen.

Stimmen zum Spiel

Paolo Guerrero

Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir spielen jetzt offensiver und haben Chancen. Auch in Unterzahl haben wir das Spiel kontrolliert. Schade, dass es nicht gereicht hat.

Fink zog Westermann zurück in die Innenverteidigung, Rincon musste rechts aushelfen. Das sah nicht gut aus, funktionierte aber. Der richtige Rückschlag folgte erst mit der Einwechslung von Diekmeier für Berg (37.). Aogo rutschte bei einer Flanke Sahan aus, Diekmeier ließ auf der rechten Seite Fortunis zu viel Platz. Er legte für de Witt ab, der von der Strafraumgrenze trocken zum 0:1 abzog.

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Der HSV lag mal wieder hinten – doch er fiel nicht um. Auch mit einem Mann weniger übernahmen die Hamburger immer mehr die Kontrolle und drückten nach vorne. Jansen zog knapp am Tor vorbei (57.). Eine Minute später lag der Ball im Netz der Gäste, doch Schiri Schmidt pfiff Handspiel gegen Guerrero, der den Ball im Zweikampf mit Bugera falsch angenommen haben soll. Wieder tobte die Bank der Hamburger. Erneut Guerrero sorgte für zumindest ein bisschen Ruhe. Nach Pass von Töre nickte er für sein erstes Saisontor zum 1:1-Ausgleich (65.) ein.

Von den Gästen kam nichts mehr. Der HSV drängte auf die Führung. Doch dafür reichte die Zeit nicht. Für Fink ging es trotzdem erhobenen Hauptes vom Platz. „Wir haben viel Moral und eine riesen Energieleistung gezeigt. Genau  das braucht man im Abstiegskampf. Die Mannschaft lebt, das hat man gesehen. Auch wenn es nur langsam in der Tabelle nach oben geht.“

Am Sonnabend (18.30 Uhr) geht es auswärts in Leverkusen weiter. Das nächste Heimspiel steigt erst nach der Länderspielpause am 20. November gegen Hoffenheim. Zumindest bis dahin geht die Horrorserie des HSV weiter. Seit acht Monaten wartet man dann schon in Hamburg auf einen Heimsieg.

Kurzpässe

Training

Schock zum Ende des Abschlusstrainings. Zhi Gin Lahm musste die Einheit abbrechen. Mit dick verpacktem linkem Knie ging es auf dem Golfwagen in die Kabine. Dort folgte schnell Entwarnung. Der Deutsch-Chinese gehörte am Sonntag gegen Lautern zum Kader und kam am Ende sogar zum Einsatz.

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Datum:  30.10.2011
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