0:2-PLEITE

BVB zu stark für den HSV

Dortmund - HSV

Der BVB marschiert weiter nach Belieben. Hamburg aber erbrachte erneut den Beweis, dass diese Saison bislang weder Fisch noch Fleisch ist.

Der Zug im oberen Tabellendrittel fährt munter weiter. Der HSV aber erstmal wieder ausgestiegen.



Armin Veh schenkte der Startelf das Vertrauen, die in der Vorwoche Hoffenheim bezwungen hatte. Der HSV unverändert – das gab es in dieser Saison noch nie. Nicht die einzige Neuerung im Signal-Iduna-Park – denn so eine erste Hälfte hatten insbesondere die Borussen-Fans lange nicht erlebt …



Es passierte so gut wie nichts. Der HSV war auf Kompaktheit bedacht, stellte die Räume zu und ließ die BVB-Höhenflieger nicht zur Entfaltung kommen. Nach vorn aber klemmte es – denn auch Dortmund stand sicher, war ab 20 Meter vor dem eigenen Tor Herr des Geschehens.



Allein der HSV gab sich vor dem Wechsel einmal eine (kleine) Blöße: Schmelzer durfte von links flanken, doch Götze stolperte den Ball aus sieben Metern daneben (40.).



Keine Tore in Dortmund – der HSV hätte damit auch am Ende sehr gut leben können. Die Borussia nicht. Sie legte zu – und wurde belohnt. Piszczek marschierte rechts durch und passte in die Mitte, Rincón war nicht nah genug bei Kagawa und der Japaner traf zur Führung (Westermann fälschte noch ab/49.). Der Spitzenreiter hatte das erste echte Zeichen der Partie gesetzt.



Ein Schock für den HSV, der von Glück sagen konnte, dass es nicht prompt erneut rappelte. Sahins Freistoß wurde von Drobny entschärft (54.), Sekunden später köpfte Götze freistehend drüber.



Und Hamburg? Es lief einfach nicht. Veh brachte Son (65.) und damit etwas Schwung: Der Koreaner scheiterte aus spitzem Winkel an Weidenfeller (66.).



Doch just als der HSV besser ins Spiel kam, offenbarte der BVB, warum er die Liga derzeit beherrscht. Kagawa schickte Götze klasse steil, der Youngster passte quer auf Großkreutz und in der Mitte wartete schon Barrios, der nur noch zum 2:0 einschieben musste (69.).



Das war’s dann für den HSV, der sogar noch heftiger unter die Räder hätte kommen können, doch Barrios vergab (81.). Ein schwarzer Abend für den HSV. Punkte nahm er nicht mit nach Hause, dafür eine bittere Erkenntnis: Vom BVB trennen ihn zurzeit Welten.

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Datum:  13.11.2010
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