500.000 Euro für ein Obdachlosenklo unter der Kerstin-Miles-Brücke! Dafür kann man auf jeder Autobahn-Raststätte eine Million Mal aufs Klo gehen! 1000 Obdachlose könnten dafür 1000 Mal ihr Geschäft verrichten. Das würde bei drei Toilettengängen pro Tag gut ein Jahr reichen.
Doch das Planspiel hat mehrere Fehler – und die hat auch die Stadt erkannt:
1.) Die Obdachlosen sollen nicht auf ein Autobahnklo gehen, sondern zentral in Hafennähe.
2.) Es geht nicht um 1000 Obdachlose, sondern um ein paar Dutzend.
3.) Dürfen nur Obdachlose oder auch Touristen pinkeln?
4.) Das Klo soll auch nach einem Jahr genutzt werden.
Also werden die 500.000 Euro für ein festes Toilettenhaus ausgegeben. Sehr gute Idee, liebe Stadt! Und jetzt wurde diese Super-Idee von schlimmen Medienvertretern und Parteigegnern zunichte gemacht. Was nun machen mit dem vielen Geld, denn es ist ja offensichtlich da? Wird das Urinal günstiger, könnte das Restgeld für andere sinnvolle Dinge verwendet werden. Ich hätte da ein paar gute Ideen.
Wie wäre es zum Beispiel mit einem schönen Blattgoldanstrich für die Rote Flora? Beheizbare Bürgersteige rund ums Rathaus? Was halten sie von einem Astra-Brunnen auf dem Spielbudenplatz, damit das Flaschenverbot auf dem Kiez ausgehebelt wird? Oder einer künstlichen Windanlage an der Alster, damit dort ganzjährig gesegelt werden kann ...
Sie sehen, es gibt viele gute Ideen, mit denen man nicht nur ein paar Obdachlose glücklich machen kann, sondern einen Großteil der Hamburger Bevölkerung. Packen wir es an!
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Tobi Schlegl