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Sex-Ratgeber: Fünf Regeln für Spaß im Bett ohne Stress

Bei den meisten Paaren nimmt die Lust innerhalb der ersten zwei Jahre ab.
Bei den meisten Paaren nimmt die Lust innerhalb der ersten zwei Jahre ab.
Foto: dpa

Am Anfang der Beziehung ist der Sex toll. Man kann es gar nicht oft genug tun. Doch im Alltag verschwindet die Leidenschaft. Für manche Paare wird Sex zur lästigen Pflichtübung. Wie man ganz stressfrei wieder Spaß im Bett hat, vermittelt ein Ratgeber.

Bei den meisten Paaren sinkt innerhalb der ersten zwei Jahre die Lust aufs Liebesspiel. Sie habe dann durchschnittlich nur noch halb so oft Sex wie am Anfang. Doch nicht nur die Häufigkeit, auch die Zufriedenheit nimmt laut Untersuchungen ab, schreibt die Sexualtherapeutin Carla Thiele in ihrem Ratgeber „Guter Sex ohne Stress“.

Abends ist man müde, gestresst, genervt. Statt schön und begehrenswert fühlen sich gerade Frauen zudem zu dick. „In unseren Betten herrsche Flaute, weil wir immer perfekt sein wollen. Statt leidenschaftlich übereinander herzufallen, ist Sex für viele Paare nur noch eine Pflichtübung mit Orgasmuszwang“, so die Autorin. Als Internistin und Sexualtherapeutin beleuchtet sie sowohl die körperlichen als auch die psychologischen Leiden von Männern und Frauen.

Abflauen des Begehrens nicht einfach hinnehmen

Vor allem vermittelt sie in ihrem locker und direkt geschriebenen Ratgeber aber: Auch in einer längeren Beziehung können Mann und Frau noch Spaß im Bett haben. Paare müssen das Abflauen ihres Begehrens nicht einfach so hinnehmen. Ganz im Gegenteil - sie können viel dafür tun, dass ihr Sexleben auch nach vielen gemeinsamen Jahren noch Schwung hat.

Folgende fünf Regeln gibt die Sexualtherapeutin Carla Thiele ihren Lesern an die Hand:

  1. Entspannungsinseln schaffen
    Guter Sex passiert gerade bei Langzeit-Paaren nur selten spontan. Die wichtigste Regel heiße deshalb: Kleine Entspannungsinseln im Alltag schaffen. Zeit, in der man als Paar einfach mal ungestört die Seele baumeln lassen kann und Lust auf mehr bekommt. 

  2. Näherituale pflegen
    Wenn Sex nur im Bett stattfindet und man sich ansonsten im Alltag kaum berührt, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Deshalb braucht man Momente der Nähe, eine Umarmung, die Hand halten, über das Haar streichen. So bleibt man mit dem Partner im sinnlichen Kontakt. Dann lassen Frau und Mann öfter mal einen Rest der Arbeit liegen und gehen einfach zeitig ins Bett.  

  3. Vorfreude zelebrieren
    Was ziehe ich an? Vor dem ersten Date ist es selbstverständlich, möglichst gut auszusehen. Auch nach vielen Jahren kommt es beim Partner noch gut an, wenn man sich füreinander schön macht. Auch gut: Einfach mal eine Nachricht senden, um das Knistern vom letzten Mal wieder wachzurufen und die Vorfreude auf das nächste Mal zu schüren. 

  4. Ohne Schnitten gibt es keine Weihnachtsgans
    Nicht immer ist Sex der erotische Knaller. Deshalb sollte man den Alltagssex aber nicht als langweilig verdammen. Schließlich kann nur der den Super-Sex haben, der überhaupt welchen hat. Wer den intimen Kontakt zum Partner nicht abreißen lässt, steht weniger unter Druck, Höchstleistung abliefern zu müssen. Das schafft eine entspannte Atmosphäre, in der auch mal etwas schiefgehen kann. Der Sinn vom täglichen gemeinsamen Essen liegt ja auch im verbindenden Erlebnis und nicht darin, ob man Schnitte oder Weihnachtsgans verspeist.

  5. Keine Lust? Na und?
    Häufig stolpern Frauen und Männer darüber, dass sie den anderen nur berühren oder Berührungen zulassen, wenn sie glauben, dass die Stimmung günstig für Geschlechtsverkehr steht. Mit dieser Taktik bringen sie sich um viele liebevolle, erotische oder leidenschaftliche Erfahrungen. Mann muss den Partner nicht mit einem schroffen Nein zurückweisen, sondern kann ihm klar sagen, wonach einem der Sinn steht.

Carla Thiele, Guter Sex ohne Stress, Marion von Schröder, 239 Seiten, 16,95 Euro.

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Quelle: Onmeda

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