Fast jeder zehnte Deutsche steigt auf die alpinen Bretter: Rund 9 Prozent der Bundesbürger sind im Winter 2009/10 Ski gefahren. Das sind hochgerechnet rund 7,4 Millionen, lautet ein Ergebnis einer repräsentativen Grundlagenstudie über den Wintersport in Deutschland. Erhoben wurden die Daten von der Sporthochschule Köln und der Stiftung Sicherheit im Skisport des Deutschen Skiverbandes (DSV).
Als Skihochburg erweist sich dabei ein Bundesland fernab aller Berge: In Hamburg sind 15 Prozent aktive Skiläufer, erklärte Prof. Ralf Roth von der Sporthochschule auf der Internationalen Wintersportmesse ispo in München. Auf eine höhere Quote kommt kein anderes Bundesland. Gut 270.000 Hamburger steigen damit regelmäßig auf die Bretter oder die Loipen.
Der Mehrheit der Skifahrer sind Männer. Nur 42 Prozent der Alpinfahrer sind Frauen. Mit dem Snowboard jagten in der vergangenen Saison außerdem 2,4 Prozent der Deutschen die Hänge hinab, auf Langlaufski glitten 2,9 Prozent der Befragten durch den Schnee.
Die Studie zeigt, dass viele Deutsche Wintersport ausprobiert haben, aber nicht dabeigeblieben sind: 52 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits Wintersporterfahrung gesammelt haben. Dabei zählten allerdings auch Rodeln oder Schneeschuhwandern.