In der Lüneburger Heide hat es ein leichtes Erdbeben gegeben. Es erreichte die Stärke 3,0, teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover mit. Ursache für das Beben könnte den Angaben zufolge die Erdgasförderung in der Nähe gewesen sein. Schäden durch das Beben wurden von Polizeidienststellen in der Region nicht gemeldet.
Anwohner vor allem in der Gemeinde Neuenkirchen-Tewel hätten ein leichtes Vibrieren verspürt, hieß es von einem Mitarbeiter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Generell sei ein Erdbeben dieser Stärke nichts ungewöhnliches in Deutschland und komme etwa zweimal im Jahr vor, erklärte der Behördenmitarbeiter. Auffällig sei aber die räumliche Nähe zu den Gasfeldern.
Das Epizentrum des Bebens lag im Gebiet des Erdgasfeldes Söhlingen. Im Oktober 2004 hatte sich dort bereits ein Erdbeben ereignet, das mit einer Stärke von 4,5 aber deutlich spürbarer war. „Was das Beben ungewöhnlich macht, ist der Ort des Ereignisses“, sagte Nicolai Gestermann von der Bundesanstalt.
An einer Messstation der Bundesanstalt etwa 12 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt, konnte der Erdstoß kurz nach 7 Uhr morgens registriert werden. Nach Anrufen von aufgeschreckten Bürgern wandte sich das Ordnungsamt der Gemeinde Neuenkirchen dann an die Bundesanstalt in Hannover, die das Beben bestätigte. Die BGR überwacht die Erdbebentätigkeit in ganz Deutschland und der Welt.
In Niedersachsen hatte zuletzt 2008 die Erde leicht gebebt, damals hatte der Erdstoß im Kreis Verden eine Stärke von 2,8. Bundesweit hatte ein Erdbeben der Stärke 4,4 zuletzt vor rund einem Jahr viele Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz aufgeschreckt. Ausläufer waren auch in Nordrhein-Westfalen zu spüren. Auch dort gab es aber keine Schäden.