Otto H. (79) soll seine Ehefrau Käthe (79) im August 2011 erschlagen, zerstückelt und verbrannt haben - auch am zweiten Tag des Unterbringungsverfahrens vor dem Landgericht Stade hat der offenbar psychisch kranke Rentner die Vorwürfe empört von sich gewiesen.
Wütend beschwert der kleine, grauhaarige Mann sich über die Fesseln, die die Justizbeamten ihm angelegt haben. Auf dem Transport von der Psychiatrie zum Landgericht soll er seine Begleiter aggressiv bedroht und gepöbelt haben. "Ich hab doch kein' umgebracht!", klagt er in Richtung des Richtertisches. Der Vorsitzende Richter ruhig: "Sie stehen unter Mordverdacht." Otto H. verdutzt: "Immer noch?"
Ein Polizeibeamter schildert, wie er und seine Kollegen im Haus des betagten Ehepaars im August 2011 zahlreiche Blutspuren gefunden haben, besonders im Keller.
Hier hat Otto H. vermutlich seine Frau getötet, wenige Monate nach der Goldenen Hochzeit. Den Beamten erschien der mutmaßliche Mörder schon damals seltsam: "Er sagte immer 'die Frau', fast nie 'meine Frau'."
Auch im Gericht sagt Otto H.: "Ich hab die Frau nicht umgebracht." Seine Version: "Die Frau ist auf der steilen Treppe in den Keller ausgerutscht, ich hab sie verbunden und zum Arzt nach Buxtehude gefahren. Als ich sie wieder abholen wollte, sagten die mir beim Arzt, dass sie in ein Auto gestiegen ist und weg gefahren." Damit sei die Sache für ihn erledigt gewesen.
Wieder schüttelt er seine Füße, die Kette der Fußschellen scheppert: "Kann das jetzt mal ab?"
Die Tochter des Ehepaars lässt über ihre Anwältin ausrichten, dass sie nicht gegen ihren Vater aussagen werde. Sie wurde daraufhin als Zeugin abgeladen. Am Nachmittag sollen Nachbarn über das Verhältnis des Ehepaars berichten.
Carolin H. (41) erdrosselt in Hammah ihre schlafenden Töchter. Anschließend durchlöchert sie die kleinen Körper mit Messerstichen. Eine innere Stimme soll ihr befohlen haben, Odilie (†3) und Maria (†5) zu töten, sagte sie der Polizei.
Weil Vadim S. (†71) sie misshandelte, erschlug Irina S. (65) ihren Ehemann in der gemeinsamen Wohnung in Stade. Anschließend zerstückelte sie die Leiche. Irina S. erhängte sich im April in ihrer Zelle.
In einem Hotelzimmer in Stade wird eine Frauenleiche gefunden. Die 31-Jährige wollte ihren Schwager (36) offenbar zum Sex zwingen, der wollte nicht und erwürgte die Frau.
Schlimm zugerichtet finden Polizisten bei der Buxtehuder Disco „Garage“ die Leiche von Kristin L. (†21). Der Täter, Timmi L. (27), hatte die Studentin vergewaltigt, misshandelt und erwürgt.
In einem Maisfeld bei Stade wird die Leiche von Verena J. (†75) gefunden – mit eingeschlagenem Kopf. Die Mörderin der reichen Frau aus Blankenese, Adelheid B. (53), sagte vor Gericht, dass Verena J. ihr gesagt habe, dass sie sterben wolle.