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Parfüm und Creme: So erkennen Sie gefälschte Kosmetika

Deutliches Zeichen: An schlecht immitierten Schriftzügen lassen sich nachgemachte Produkte leicht erkennen.

Deutliches Zeichen: An schlecht immitierten Schriftzügen lassen sich nachgemachte Produkte leicht erkennen.

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dpa

Es ist so verlockend, im Ausland günstige Sonnencremes, Make-up-Artikel oder Parfüms zu kaufen. Doch viele davon sind gefährliche Fälschungen, die teilweise gesundheitsgefährdend sind. Wir zeigen, wie man Kosmetik-Plagiate erkennt.

Sonne, Meer und am Strand ein Händler, der eigentlich superteure Markenparfüms superbillig verkauft. Man muss hier nicht lange über das Verkaufsgeheimnis rätseln: Die Produkte sind gefälscht. Anstelle des teuren Dufts steckt in den Flakons ein billig produziertes, oftmals nur ähnlich riechendes Wässerchen. Das kann schlimme Folgen haben: „Die Verwendung gefälschter Kosmetika beziehungsweise Düfte kann zu einer massiven Gefährdung der Gesundheit führen“, warnt Martin Ruppmann, Geschäftsführer des VKE-Kosmetikverbandes in Berlin.

Verbrennungen durch wirkungslosen Sonnenschutz

In der Sonnenmilchtube etwa könne sich lediglich eine Creme ohne Sonnenschutz befinden, nennt Ruppmann ein Beispiel. „Hier besteht also die Gefahr von massiven Verbrennungen, sprich Körperverletzungen.“ Und Düfte und andere Kosmetika könnten Inhaltsstoffe enthalten, die Hautirritation und Allergien auslösen.

Laut VKE wurden 2011 von den Zollbehörden in Deutschland allein im Produktsegment Parfüm und Kosmetik gefälschte Waren im Wert von 1,3 Millionen Euro sichergestellt. Die Dunkelziffer sei noch höher.

Textilplagiate sind leichter erkennbar

Gefälschte Mode ist oftmals leichter auszumachen als nachgemachte Kosmetik: An den Stücken fehle oft ein Etikett oder dieses enthalte nicht alle Informationen, gibt der Modeverband GermanFashion in Köln Hinweise. Auch von Textilplagiaten können durchaus gesundheitliche Gefährdungen ausgehen. So mancher Fake ist mit so viel Chemie getränkt, dass er Hautreizungen oder sogar Allergien auslösen kann.

In Europa stehen die Hersteller etwa in der Pflicht, die Zusammensetzung der Stoffes anzugeben. Auch seien die Logos der Marken am Plagiat oftmals etwas verändert, selbst bei sehr gut gemachten Fälschungen. Wer im Internet echte Markenware bestellt, könne anhand der Verpackung Rückschlüsse ziehen: Diese sei meist ebenfalls hochwertig.

Unsere Bildergalerie zeigt, wie man Fakes erkennt und welche Konsequenzen der Kauf mit sich bringen kann.