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Wolke Hegenbarth: "Ich habe noch nie ein eigenes Auto besessen"

Die Koffer sind schon so gut wie  gepackt. Die Schauspielerin zieht wieder nach Berlin.
Die Koffer sind schon so gut wie gepackt. Die Schauspielerin zieht wieder nach Berlin.
Foto: Dirk Borm

Sie stammt aus Meerbusch, lebt in Köln, wurde mit der RTL-Serie „Mein Leben und ich“ zur Ikone einer ganzen Teenie-Generation.

Jetzt hat Wolke Hegenbarth (31) den nächsten Karriere-Gipfel im Blick: Seit Donnerstag ist sie im ARD-Krimi-Spaß „Alles Klara“ (18.30 Uhr) zu sehen, im Herbst kommt die Sat.1-Serie „Es kommt noch dicker“ hinzu. Wie die von ihrem Mann getrennt lebende Schauspielerin als Single lebt, was sie macht, wenn sie nicht arbeitet, wo sie leben möchte und warum sie eine Verdienstmedaille der Bundesrepublik erhalten hat – das alles verrät sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Sie sind 2012 gleich mit zwei großen Serien am Start. Jetzt mit „Alles Klara“ im ARD-Vorabend-Programm, im Herbst mit „Es kommt noch dicker“ bei Sat.1. Das war viel Arbeit. Haben Sie manchmal den Wunsch, mehr Zeit für sich zu haben?

Wolke Hegenbarth: Die brauche ich nicht, ich bin ein richtiges Arbeitstier. Ich liebe meinen Job, es ist toll, wenn ich viel arbeiten kann. Ich bin nicht der Füße-hochlegen-Typ. Und ich habe auch nie das Gefühl gehabt, etwas zu verpassen, wenn ich viel arbeite.

Sie könnten zum Beispiel reisen und sich die Welt anschauen…
Das ist was anderes, die Zeit nehme ich mir. Ich liebe es, fremde Länder zu besuchen. Meine letzte große Reise war Anfang 2012 für vier Wochen nach Thailand, Hongkong und auf die Malediven.

Wäre ein Urlaub im Harz oder Sauerland auch was für Sie?
Im Harz zu drehen war wirklich toll, aber für mich privat sollten Reisen in die Ferne gehen. Es gibt kein Land auf der ganzen Welt, das mich nicht interessiert, ich möchte überall hin, denn überall ist etwas, was ich sehen möchte und muss. Ich finde es zu schade, zweimal an denselben Ort zu fahren. Ich träume davon, mit einem Pferd über die Anden oder mit einem Esel durch den Hindukusch zu reisen.

Beim Plausch mit Reporter Horst Stellmacher.
Beim Plausch mit Reporter Horst Stellmacher.
Foto: Dirk Borm

Reisen Sie gern allein, oder brauchen Sie jemanden an Ihrer Seite?
Ich bin lieber mit Begleitung unterwegs. In Thailand war meine beste Freundin dabei, die Eindrücke zu teilen war doppelt so schön. Und mit meinen Eltern war ich in Hongkong, wir haben das Feuerwerk zum chinesischen Neujahr aus dem 23. Stock des Hotels erlebt. Super! Das allein zu erleben wäre für mich keine Option.

Seit Donnerstag sehen wir Sie in einer anderen Welt – bei „Alles Klara“ sind Sie in Quedlinburg auf Ganovenjagd. Ihre Klara fühlt sich da sehr wohl – könnten Sie da auch leben?
Quedlinburg ist eine echt schöne, wahnsinnig pittoreske Stadt. Sie ist mit Recht ein Touristenmagnet und nicht umsonst von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden. Doch ich glaube, ich könnte da mein Leben nicht verbringen. Ich brauche Großstadt für mich. Kultur, Ausstellungen, Oper. Und den Einfluss von anderen, fremden, vielleicht auch abgefahrenen Menschen, die mich inspirieren, damit ich mich weiterentwickeln kann.

Als Klara sieht man Sie am Steuer eines nicht ganz fahrtüchtigen Autos. Privat sind Sie bekennende Radlerin. Fahren Sie am Set ohne Führerschein?
Natürlich habe ich einen Führerschein. Aber ich habe noch nie ein eigenes Auto besessen, brauche es auch nicht, weil ich mit dem Rad fast überall hinkomme. Und wenn nicht, nehme ich ein Taxi. Ich habe mein Rad auch dabei, wenn ich arbeite. Jetzt ist es in Wien, wo ich „Es kommt noch dicker“ drehe.

Wolke (rechts) in „Es kommt noch dicker“. An ihrer Seite spielt Theresa Underberg.
Wolke (rechts) in „Es kommt noch dicker“. An ihrer Seite spielt Theresa Underberg.
Foto: obs/Sat.1

Dort erleben wir Sie in einer besonderen Rolle. Sie spielen eine dünne Frau, die über Nacht doppelt so dick wird…
… und ihr Sex-and-the-City-Leben aufgeben muss, weil sie mit doppeltem Gewicht nicht mehr da reinpasst. Sie kann ihren Job nicht mehr ausüben, kommt nur schwer ins Auto rein und wieder raus, und der Lover kennt sie nicht mehr. Es ist die Geschichte des Absturzes einer vormals erfolgreichen Frau.

Wie werden Sie auf dick getrimmt?
Ich steige jeden Morgen in einen Fat-Suit, einen etwa 3 Kilo schweren Anzug aus Watte, der in Körperform genäht ist. Er sorgt für dicke Beine, Bauch und den dicken Busen.

Und das Gesicht?
Das schaffen drei Frauen, die jeden Morgen dreieinhalb Stunden damit beschäftigt sind. Ich bekomme von ihnen einen sogenannten Prosthetic aufgeklebt, einen Silikon-Aufbau, der unter den Augen beginnt, bis zum Dekolleté reicht und alles abdeckt. Er macht den Rest des Körpers – Wangen und Nase – dick und verleiht mir ein Doppelkinn. Da sind hoch spezialisierte Leute im Einsatz. Die Maskenbildnerin für die linke Gesichtshälfte hat einen Oscar gewonnen, die für die rechte hat bei Harry Potter geschminkt. Und jetzt kommt eine Frau dazu, die den Oscar für den Maggie-Thatcher-Film gewonnen hat.

Ein Aufwand wie in Hollywood…
Und abends stehen wieder drei Leute mit mir im Maskenmobil und kümmern sich, dass alles runterkommt. Das Abschminken dauert 45 Minuten, das aus-dem-Anzug-raus eine viertel Stunde. Alles für sechs Minuten, die am Tag entstehen. Das zerrt an den Nerven, in dem Anzug zu stecken, der wie eine Sauna ist. Dafür sieht es aber alles toll aus, die perfekte Illusion.

Nach der Trennung von Ihrem Mann leben Sie wieder als Single in Köln – wie lebt es sich da so?
Keine Ahnung, ich bin fast nie hier, kann es kaum testen. Ich werde das auch nicht mehr richtig mitbekommen, denn ich ziehe demnächst nach Berlin. Allerdings werde ich meine Zelte nicht ganz abbrechen, denn hier habe ich meine Schulfreundinnen, deren Kinder und Männer. Köln wird immer Heimat bleiben. Und Heimat bleibt Heimat.

Was hat Berlin für Sie, was das Rheinland nicht hat?
Berlin ist für meinen Beruf die wichtigere Stadt. Außerdem leben meine Eltern dort, meine beste Freundin ist schon da, und die andere will jetzt auch hin. In meinem Umfeld gibt es eine Wanderung in Richtung Osten.

Sie sind im letzten Jahr mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet worden. Ungewöhnlich in dem Alter…
Das hat sich ergeben, weil ich seit acht Jahren mit World Vision und Plan international zusammen arbeite, die mich für diese Auszeichnung vorgeschlagen haben. Mit der Medaille wurden erstmals junge Leute ausgezeichnet. Wir sind bewusst ausgesucht worden, um junge Leute zu animieren, Ähnliches zu tun. Es ist gut, wenn man ihnen zeigen kann, dass es nicht allen überall so gut geht wie bei uns. Ich hoffe, dass ein anderes Bewusstsein entsteht, wenn man über den Tellerrand schaut.

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