Er hat Rekorde gebrochen, Grenzen überschritten und wohl alles erreicht: Aus dem rappenden Teenager Anis Mohamed Ferchichi ist längst Bushido geworden. Der Mann, der den deutschen HipHop dominiert, wie kein anderer.
So überrascht es nicht, dass das Konzert am Dienstag im Docks restlos ausverkauft ist. Aufgepumpte Jungs mit "Picaldi"-Jeans, Trainingsjacken und Goldkettchen dominierten das Bild. Breitbeinig stehen sie da und grölen, als ihr Idol mit 30 Minuten Verspätung endlich das Mikro in die Hand nimmt.
Für solche Momente hat der 32-jährige Halbtunesier hart gearbeitet. Und der Titel seines zehnten Studioalbums „Jenseits von Gut und Böse“ (erscheint am Freitag) passt: Bushido überrascht durch gepflegte Umgangsformen und Sätze wie „ich bin schüchtern“ im Wechsel mit klischeehaften Kommentaren, die seinen Jüngern eindeutig mehr gefallen.
Er ist eben ein Profi. Und so performt er mit Kompagnon KayOne neben Songs aus dem neuen Album natürlich auch den „Sonnenbank Flavour“, „Von der Skyline zum Bordstein zurück“, „Für immer jung“ und mit HSV-Spieler Marcell Jansen als Überraschungsgast „Style und das Geld“. Nach zwei Stunden ist dann aber Schluss. Wohl auch besser so, denn viele seiner Fans hätten eigentlich längst im Bett sein müssen.
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