Kiezgrößen wie Karl-Heinz Schwensen und Draqueens mit roten Perrücken: Skurriler Abschied von René Durand! Der Gründer des Erotik-Theaters „Salambo“ war Mitte Januar im Alter von 85 Jahren gestorben. Zur Trauerfeier auf dem Friedhof Ohlsdorf kamen am Dienstag rund 50 Gäste. Schwensen hielt auch eine Rede.
Der Sarg von René Durand ist mit Blumen beschmückt. Karl-Hein Schwensen hält eine Rede.
Foto: dpa1970 hatte Durand sein Erotik-Theater „Salambo“ im ehemaligen „Star-Club“ auf der Großen Freiheit eröffnet. „Sex-Papst von Hamburg“, so nannten die Zeitungen den Mann mit dem Schnauzbart damals. Neben dem „Salambo“ hatte er sechs weitere Läden auf dem Kiez – und viel Ärger mit den Sittenwächtern. 1996 war Schluss mit dem bumsfidelen Treiben. Das „Salambo“ musste nach Razzien durch Steuerfahndung und Polizei dichtmachen – Verdacht auf Förderung der Prostitution.
Zuletzt lebte Durand in Marokko und in Behrste-Estorf bei Stade, wo sein alter Freund, der Kiez-Fotograf Günter Zint, sich um ihn kümmerte. Im Oktober 2012 brachten Notärzte ihn ins UKE, danach zog er zur Tochter. Er litt an diversen Krankheiten, hatte mehrere Herzinfarkte hinter sich. Um seine Betreuung hatte es zuletzt Streit zwischen Günter Zint und Durands Tochter Yvonne gegeben.
Der Blick in die Straße Große Freiheit, als es das „Salambo“ noch gab. Chef René Durand warb damals ganz unbescheiden mit seinem Konterfei.
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