Immer wie aus dem Ei gepellt: „Tagesschau“-Chefsprecher Jan Hofer (60) ist im deutschen TV Sinnbild für Seriosität. Doch der Mann, der vom Rheinland geprägt wurde, kann auch anders als sachlich, kühl.
Mit 40 packte ihn voll die Krise, ein Jahr lang hing er durch. Heute, mit 60, meidet er Hotelbars. Außerhalb der Dienstzeit bezieht er auch gerne klug und witzig Position, etwa in Talkshows.
Im Interview berichtet er über seine Anfänge, sein Leben als Promi.
Sie stammen aus Wesel am Niederrhein. Mussten Sie einen Kurs belegen, um klares Hochdeutsch zu sprechen?
Jan Hofer: Nein. Ich habe nie Dialekt gesprochen, und wenn ich das heute privat mache, liegt das an meiner Studienzeit in Köln, in der ich mir das angewöhnt habe. Jeder Rheinländer würde sofort merken, dass ich das nicht mit der Muttermilch aufgesogen habe. Ich hatte nur das Problem, mich vom „dat“ und „wat“ des Niederrheins zu verabschieden.