Die Idee kam ihm als Schauspieler bei „Marienhof“. Zuschauer der ARD-Soap überschwemmten ihn mit rund 200 Briefen pro Woche: „Fans haben ein wahnsinnig großes Interesse an dir als Person. Selbst wenn du willst, kannst du so viele Anfragen gar nicht beantworten. Und einer wie Boris Becker bekommt doch täglich Wäschekörbe voll mit Fanpost“, sagt Hakim-Michael Meziani (44) der MOPO.
Flugs hatte der gelernte Journalist und Ex-„Dschungelcamp“-Kandidat die geniale Geschäftsidee: ein Online-Portal, das Fans mit ihren Stars direkt verknüpft. „Soziale Netzwerke haben extrem geboomt, aber bei Facebook weiß man nicht, ob ein Account echt ist. Bei uns werden alle Star-Konten verifiziert.“
Seit einem Monat ist „Starmeo“ online. Mehr als 60 Prominente, darunter Mario Adorf, Claude-Oliver Rudolph, Tommy Haas, die Wildecker Herzbuben oder Alessandra Pocher, beantworten dort Fragen. Indira Weis postet Bade-Fotos aus Brasilien, Stürmer-Legende Oliver Neuville berichtet über sein Silvester-Raclette mit der Familie, und „GZSZ“-Bösewicht Wolfgang Bahro sendet Neujahrsgrüße aus Dubai.
Der Vorteil für die Künstler: Sie müssen sich nicht mehr bei Facebook, Twitter und Co. einloggen. Auf Wunsch streut „Starmeo“ die Neuigkeiten auf alle anderen Portale. „Und anders als bei Facebook bleiben die Fotorechte bei den Prominenten“, erklärt Meziani.
Elf Mitarbeiter in Köln basteln am werbefinanzierten Netzwerk, das für die Nutzer kostenfrei bleibt. Ein Adorf oder Jürgen Drews soll – ähnlich wie bei Qype auch seine Lieblingslokale und Shops bewerten. Aber lauern dann nicht überall Fans? „Nein, die Stars sind den Rummel in der Öffentlichkeit doch gewöhnt.“ www.starmeo.com
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